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Veröffentlicht am 02.08.2023 09:00

Ob Kauf oder Spende: Die Stadt Ansbach ist Herrin über 650 Bänke

Für die Pause mitten im Stress der Einkaufstour, für die Rast beim erholsamen Spaziergang oder als Ort zum Ratschen mit der Clique: Parkbänke erfüllen mancherlei Zweck. Die Siedlergemeinschaft Bocksberg spendete jetzt im Ansbacher Bürgerpark eine weitere. Doch wie viele Bänke hat die Stadt überhaupt zu betreuen?

Die neue Sitzbank aus Recycling-Kunststoff, aber in Holzoptik ist im Bürgerpark am Geh- und Radweg (Gottfried-Scheer-Weg) zwischen Hohenzollernring und Entensteg an der Rezat zu finden.

Sehr bequem fand sie Oberbürgermeister Thomas Deffner bei der Übergabe. Der Verein wolle den Bewohnern des Seniorenzentrums Hospital, aber auch allen anderen Besuchern des Bürgerparks eine weitere Rastmöglichkeit bieten.

„Unser Städtle“ soll immer schöner werden

Die Bankspende sei nicht selbstverständlich. „Wir brauchen bürgerschaftliches Engagement wie hier, damit unser Städtle immer schöner und besser wird, und da leisten Sie ganz viel dafür“, lobte er den Verein. Vorsitzender Peter Heinzel sah dies genauso. Er warb dafür, dass alle ein wenig zusammenhalten und gemeinschaftlich etwas leisten.

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„Es ist doch eine gewisse Fußgängerfrequenz in diesem Bereich“, erläuterte er, warum es dieser Ort wurde. Maßgeblich richte die Bank sich tatsächlich an die Senioren im Hospital, da es ein schöner Weg zum Laufen und eine bewältigbare Strecke für Rüstige sei.

Mit dem Rollstuhl könne man ebenfalls gut heranfahren. Die Sockel „haben wir im Bauhof geholt“ und selbst eingegraben, sagte sein Stellvertreter Reinhard Fichtner. Mit dem Messingschild liegt der Wert der Bank bei etwa 600 Euro.

„Wir haben im ganzen Stadtgebiet circa 650 Ruhebänke“, legte OB Deffner für die Stadt dar. Das Betriebsamt prüfe, repariere und reinige sie mindestens einmal im Jahr. Bei Sachbeschädigungen oder Vandalismus tausche es die Bänke sofort aus oder richte sie wieder her, „damit das ordentlich ausschaut“.

Ein einheitliches Modell gibt es nicht

Ab und zu gibt es auch Bankspenden, wie Anne Ziegler vom Geschäftsbereich Oberbürgermeister ausführte. Schätzungsweise habe die Kommune aber etwa 95 Prozent ihrer Bänke selbst angeschafft.

2022 habe die Stadt an verschiedenen Standorten überarbeitete Bänke aus dem Stadtgraben aufgestellt: vier am Beckenweiher, zwei an der Friedrich-Güll-Schule und drei an der Sportanlage im Hofgarten. „Sollte jemand eine Bank spenden wollen und dazu auch einen Ortsvorschlag haben, schauen wir uns das gerne an“, erklärte die Mitarbeiterin des Geschäftsbereichs.

Zu einem einheitlichen Bankmodell, das überall zum Einsatz kommt, greift die Stadt freilich nicht. „Auf den Spielplätzen verwenden wir Drahtgitterbänke aus einem preisgünstigeren Bereich, auch gerne farbig“, stellte Anne Ziegler fest.

Langlebig und wenig Unterhalt

In der Innenstadt setze die Stadt andere Maßstäbe – abhängig davon, wie der öffentliche Raum gestaltet ist. Im Außenbereich stünden zum Beispiel Bänke mit Bohlen aus recyceltem Kunststoff. „Die sind langlebig, erfordern wenig Unterhalt“ und „einzelne Bohlen sind leicht auszutauschen“.

Wer eine Sitzbank spenden möchte, kann sich via E-Mail an die Adresse stadt@ansbach.de an die Stadt wenden. Ansprechpartner sind, je nachdem, wer in der Kommune zuständig ist, das Stadtentwicklungsamt (allgemein), das Betriebsamt (Friedhöfe) oder das Referat für Kultur und Tourismus (Wanderwege).

Peter Heinzel (Mitte), der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, und OB Thomas Deffner (rechts) sitzen auf der neuen Bank Probe. Heinzels Vize Reinhard Fichtner war bei der Übergabe im Bürgerpark dabei. (Foto: Jim Albright)
Peter Heinzel (Mitte), der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, und OB Thomas Deffner (rechts) sitzen auf der neuen Bank Probe. Heinzels Vize Reinhard Fichtner war bei der Übergabe im Bürgerpark dabei. (Foto: Jim Albright)
Peter Heinzel (Mitte), der Vorsitzende der Siedlergemeinschaft, und OB Thomas Deffner (rechts) sitzen auf der neuen Bank Probe. Heinzels Vize Reinhard Fichtner war bei der Übergabe im Bürgerpark dabei. (Foto: Jim Albright)
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