Eigentlich, so bekennt die Wählerliste Oberambach–Herpersdorf (WOH), hatte man vorigen Herbst schon eine Nominierungsversammlung gehalten. Doch vom Wahlamt der Verwaltungsgemeinschaft Scheinfeld wurde ein Formfehler beanstandet. Deshalb traf man sich nun kurz vor Bewerbungsschluss erneut.
Versammlungsleiter Robert Schwab, der im Oberscheinfelder Rat auch einer der aktuell zwei WOH-Vertreter ist, nahm die Panne auf seine Kappe: Er hatte zur ersten Versammlung in den beiden Ortschaften die Ladungen verteilt. Doch die Ladung für diese Art Wählergruppen hätte nach den offiziellen Regularien für das gesamte Gemeindegebiet erfolgen sollen, auch wenn sich die WOH nur als Sprachrohr für die beiden Ortsteile Herpersdorf und Oberambach sieht.
Schwab, der zeitweise Oberscheinfelds dritter Bürgermeister war, tritt selbst nicht erneut an. Es werde Zeit, die Jüngeren ran zu lassen, fand er im Gespräch mit unserer Redaktion. Der zweite WOH-Rat, Thomas Holzleitner, ist jedoch wieder mit dabei. Obwohl er „erst” auf Platz zwei gesetzt ist, mutmaßte Schwab, dass Holzleitner aufgrund seines Bekanntheitsgrades wohl am sichersten wieder ins Ratsgremium einziehen werde.
Am liebsten würde man freilich erneut wieder zwei Leute entsenden wollen. Diesen Erfolg von vor sechs Jahren zu wiederholen, werde nicht einfach, mutmaßte Schwab; denn auch andere Listen seien um eine Aufstockung ihrer Sitzezahl bemüht. Schwab blickte dabei vor allem auf Appenfelden, dessen Liste bei den 2020er-Wahlen einen Sitz eingebüßt hatte
Dass man nun am Mittwochabend, einen Tag vor Bewerbungsschluss, erneut nominierte, hatte immerhin zur Folge, dass eine Reihe von Fragen schon ausdiskutiert waren. So gingen die Abstimmungen recht zügig über die Bühne. Einstimmig beschlossen wurde von den 17 Stimmberechtigten unter den 18 Anwesenden zum Beispiel, dass jeder der sechs Kandidaten doppelt gelistet wird. Somit können die maximal zwölf möglichen Listenplätze alle belegt werden.
Darauf stehen im Übrigen ausschließlich Männer. Eine Frau, Barbara Lechner, wäre jedoch Nachrückerin, wenn einer aus dem Sextett ausfallen würde.
Für das Bürgermeisteramt nominierte die Gruppierungen niemand, obgleich es aus der Versammlung durchaus den Wunsch gab, dass sich jemand dafür finden möge. Doch es meldete sich – wie schon bei der ersten Versammlung – keiner.
1. Max Franz (29 Jahre, Landmaschinenmechaniker-Meister)
2. Thomas Holzleitner (48, Gemeindearbeiter)
3. Thomas Luger (41, Controller, Energiedatenmanager)
4. Florian Münich (41, Metallbauer)
5. André Gentsch (48, Problemmanager)
6. Lukas Grün (32, Winzer)
Die Altersangaben beziehen sich auf den Wahltag am 8. März.