Die Bäumchen auf der Streuobstwiese nahe dem Gewerbeareal an der Ellwanger Straße in Dinkelsbühl wurden offensichtlich mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat vergiftet. Wie Norbert Metz vom Landschaftspflegeverband mitteilte, liegt mittlerweile das Ergebnis der Bodenprobe vor, die im Mai entnommen worden war.
Metz berichtete von einem Gespräch mit einem Vertreter des Analytikbüros, bei dem dieser auf den auffälligen Wert von Glyphosat hingewiesen habe. Es sei auch das Abbauprodukt von Glyphosat in der Bodenprobe gefunden worden. Das Ergebnis der Untersuchung deute nach Auffassung des Fachmannes auf eine große Ausbringungsmenge im zurückliegenden Herbst hin.
Metz sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, dass die Bäumchen durch Fremdeinwirkung geschädigt wurden. Konkrete Hinweise auf den Verursacher liegen indes noch nicht vor. Das Ergebnis der Bodenprobe ist auch bei der Polizeiinspektion (PI) in Dinkelsbühl eingegangen, wie der stellvertretende Leiter der Dienststelle, Marcus Breiden, bestätigte. Der Vorgang ist als Umweltdelikt einzustufen, das von den Beamten der PI bearbeitet wird. Nachdem das Untersuchungsergebnis vorliege, werde man die Ermittlungen nun intensivieren.
Von den im November 2021 fast 50 neu gepflanzten Obstbäumen sind zirka 40 geschädigt. Eine Nachpflanzung soll im Herbst erfolgen, kündigte der Vorsitzende der BN-Ortsgruppe, Klaus Eberhardt, an. Sowohl der Flächenbesitzer, der Frankfurter Andreas Bürger, als auch einige Baumpaten wollen dazu anreisen.