Der Ausstieg aus dem verlustreichen US-Geschäft hat die Deutsche Pfandbriefbank im vergangenen Jahr wie erwartet tief in die roten Zahlen gerissen. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 284 Millionen Euro nach 90 Millionen Gewinn im Jahr 2024, wie der Gewerbeimmobilien-Finanzierer in Garching bei München mitteilte. Rückstellungen und Abschreibungen wegen ausfallgefährdeter Kredite wuchsen von 170 Millionen auf 410 Millionen Euro. Davon entfielen allein 334 Millionen auf die USA und die Projektfinanzierung.
Die Zahlen kamen nicht überraschend: Schon Mitte Februar hatte die Pfandbriefbank mitgeteilt, dass sie vor allem wegen des US-Ausstiegs im vergangenen Jahr vor Steuern einen Verlust von 250 Millionen Euro einfuhr. Die Dividende für dieses Jahr ist deswegen gestrichen.
Die Bank war kurz vor Beginn der Corona-Pandemie in das Geschäft mit US-Gewerbeimmobilien eingestiegen. Da Büros nach Ausbruch der Pandemie nicht mehr gefragt waren, stürzten etliche Immobilieninvestoren und deren kreditgebende Banken in eine tiefe Krise.„Der Rückzug aus dem US-Geschäft und die zögerliche Markterholung hinterlassen deutliche Spuren im Jahresergebnis der Bank“, sagte Vorstandschef Kay Wolf.
Allerdings gab es auch eine positive Botschaft: Das Neugeschäft mit Krediten legte fast ein Viertel auf 6,3 Milliarden Euro zu. Vor allem wegen des Rückzugs aus den USA hatte die Bank Ende 2025 dennoch im Saldo weniger Geld verliehen als ein Jahr zuvor: Der Bestand sank um 1,7 Milliarden auf 27,3 Milliarden Euro. Für dieses Jahr stellt die Pfandbriefbank einen bescheidenen Vorsteuergewinn von 30 bis 40 Millionen Euro in Aussicht.
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