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Veröffentlicht am 29.01.2026 14:00

Platzmangel in Grundschule Hennenbach: Ein Container als Lösung des Problems

Die Grundschule im Stadtteil Hennenbach platzt aus allen Nähten. Die Offene Linke Ansbach (OLA) stellt deshalb einen Dringlichkeitsantrag, um mit einem Container zusätzlichen Raum zu gewinnen. Dies soll Oberbürgermeister Thomas Deffner angeblich zunächst abgelehnt haben. Die Stadt spricht von einem Missverständnis.

Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel und eine immer älter werdende Gesellschaft ist die Nachricht über steigende Anmeldezahlen in den Schulen erst einmal positiv. Auf der anderen Seite braucht es auch den Raum, um die zusätzlichen Mädchen und Buben unterrichten zu können. Doch dieser Platz ist im Stadtteil Hennenbach nach derzeitigem Stand nicht vorhanden.

Im September werden 35 Kinder hinzukommen

Nach dem aktuellen Stand werden im Sprengel der Grundschule Hennenbach zum Schuljahr 2026/27 insgesamt 43 Kinder eingeschult, wie die Offene Linke in ihrem Antrag schreibt. Abzüglich der Offenen Ganztagsschule und freier Schulträger werden nach den Informationen der OLA rund 35 Mädchen und Jungen an der Grundschule in dem Stadtteil eingeschult.

Dieser Bedarf könne räumlich aber nicht mehr dargestellt werden, macht die OLA in dem Antrag deutlich. „Den Wunsch der Schule nach einer Containerlösung auf dem Lehrerparkplatz haben Sie im Dezember zunächst abgelehnt, ohne den Stadtrat zu informieren.” Mit „Sie” meint die Fraktion Oberbürgermeister Thomas Deffner.

Zuweisung an andere Bildungseinrichtungen

Dadurch drohe dem Schulsprengel eine Aufspaltung, legt Fraktionsvorsitzender Boris-André Meyer dar. Denn ohne zusätzliche Räumlichkeiten müssten voraussichtlich zehn bis 15 Kinder anderen Schulen, zum Beispiel der Weinbergschule und der Güllschule, zugewiesen werden. In der Konsequenz könnten die Kinder nicht mit Gleichaltrigen in die Schule gehen, die sie bereits aus der Nachbarschaft kennen, und die Eltern müssten weitere Wege auf sich nehmen.

Vor rund zehn Jahren hat es laut Meyer eine ähnliche Situation gegeben, die zu großem Unfrieden im Stadtteil geführt. „Dies gilt es, unbedingt zu vermeiden.” Zudem stünden sowohl an der Güll- als auch der Weinbergschule Sanierungs- beziehungsweise Ausbaumaßnahmen an, sodass auch dort die Raumsituation in den kommenden zwei Jahren angespannt sein könnte.

Die Stadtverwaltung spricht in Person von Sozialreferent Holger Nießlein von einem Missverständnis. Man habe das Thema Ende November mit der Schulleitung besprochen und erklärt, dass man eine Containerlösung durchaus kritisch sehe, sagte Nießlein im Gespräch mit der FLZ.

Die Kosten nennt er als einen Grund für die Skepsis in den Reihen der Verwaltung mit Blick auf einen Container. Denn nach seinen Worten steht ein solcher Container dann nicht nur ein Jahr an Ort und Stelle. Eine definitive Absage vonseiten der Stadt habe es aber nicht gegeben, betont er. Dass dieser Eindruck bei einem Elternabend entstanden ist und es dadurch zu einer gewissen Aufregung in dem Stadtteil gekommen ist, „ist unglücklich”.

Der Antrag der OLA schaffte es zwar nicht auf die Tagesordnung der Stadtratssitzung am Mittwoch. Allerdings gab die Verwaltung bekannt, dass OB Thomas Deffner entschieden habe, doch einen Container aufstellen zu lassen, um zu vermeiden, dass die Schülerinnen und Schüler anderen Schulen zugewiesen werden müssen.

Angebote für einen Kauf oder die Miete des Containers seien schon vom Hochbauamt eingeholt worden, so Nießlein weiter. Die Verwaltung will in der Februar-Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses die dafür nötigen außerplanmäßigen Mittel beantragen.

Platzt aus allen Nähten: die Grundschule im Stadtteil Hennenbach. Um die Situation zu verbessern, muss ein Container aufgestellt werden. (Foto: Evi Lemberger)
Platzt aus allen Nähten: die Grundschule im Stadtteil Hennenbach. Um die Situation zu verbessern, muss ein Container aufgestellt werden. (Foto: Evi Lemberger)
Platzt aus allen Nähten: die Grundschule im Stadtteil Hennenbach. Um die Situation zu verbessern, muss ein Container aufgestellt werden. (Foto: Evi Lemberger)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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