Mehrere Polizeiautos, darunter auch Zivilfahrzeuge, sorgten am Donnerstagmorgen im Diespecker Ortsteil Stübach für Aufsehen. Beim ehemaligen Tafel-Vorsitzenden Thomas Nicol wurde das Haus durchsucht. Die Ermittlung hat aber laut FLZ-Informationen nichts mit dem Verein „Iss was” zu tun.
Zwei Tage nach der Jahreshauptversammlung des Tafel-Vereins „Iss was” fand am Anwesen des früheren Vorsitzenden Thomas Nicol im Diespecker Ortsteil Stübach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) eine Razzia statt. Hintergrund ist ein Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Bamberg, den die Staatsanwaltschaft Bamberg beantragt hatte.
Das bestätigten deren Pressesprecher Matthias Eichelsdörfer und das Polizeipräsidium Oberfranken auf Nachfrage unserer Redaktion. Weitere Auskünfte dazu erteilen die Staatsanwaltschaft und das Präsidium derzeit mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht.
Nach Informationen der FLZ hat die Durchsuchung nichts mit den Vorwürfen zu tun, die am Dienstag in der Jahresversammlung der Tafel gegen Nicol erhoben worden waren. Dabei ging es unter anderem darum, ob der ehemalige Tafel-Vorsitzende mit Spendengeldern privat eingekauft hatte. Der Ex-Tafelvorsitzende selbst ließ eine Bitte um Stellungnahme zu diesen Vorwürfen bislang unbeantwortet.
Anfang November wiederum war Nicol vom Amtsgericht Neustadt wegen vielfachen Betrugs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Diese Taten hatten allerdings ebenfalls nichts mit seiner Tätigkeit bei der Tafel zu tun. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.