Einen Autofahrer, der im Verdacht steht, monatelang eine junge Frau im Straßenverkehr genötigt zu haben, hat eine aufmerksame Polizeibeamtin am Mittwoch in Ansbach erwischt.
Auf einer Streifenfahrt fiel der Beamtin gegen 17.15 Uhr auf der Promenade ein Autofahrer auf, den die Polizei bei Ermittlungen im Visier hatte. Deshalb wurde er einer Kontrolle unterzogen.
Just am Mittwoch Vormittag hatte eine junge Autofahrerin Anzeige erstattet, weil ihr seit mehreren Monaten auf der Strecke zwischen Bruckberg und Ansbach der Fahrer eines Audi TT wegen seiner aggressiven Fahrweise, dichtem Auffahren und Betätigen der Lichthupe aufgefallen war. Sie selbst fühlte sich dadurch wiederholt genötigt. Darüber hinaus soll der Verdächtigte während der Fahrt aus seinem Auto heraus fotografiert oder gefilmt haben.
Recherchen der Polizei ergaben, dass dies nicht die erste Anzeige dieser Art gegen den Audi-Fahrer war. Ein Tatnachweis konnte jedoch bislang nie geführt werden.
Aufgrund der guten Zeugenbeschreibung vom Vormittag und der Kontrolle am selben Tag wurde der Fahrer mit zur Inspektion am Karlsplatz genommen, wo er einer erkennungsdienstlichen Behandlung unterzogen wurde. Gegen den 45-Jährigen aus dem Landkreis Fürth wurde unter anderem ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr eingeleitet.