Problem-Badegewässer bei Uehlfeld: Neue Hoffnung für den Weisachsee? | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.05.2026 16:00

Problem-Badegewässer bei Uehlfeld: Neue Hoffnung für den Weisachsee?

Die Gebäude des Schornweisacher Jugendzeltplatzes (rechts unten) sind in die Jahre gekommen und sollen ertüchtigt werden. In diesem Zuge gibt es auch neue Hoffnung für den Weisachsee. (Foto: Mirko Fryska)
Die Gebäude des Schornweisacher Jugendzeltplatzes (rechts unten) sind in die Jahre gekommen und sollen ertüchtigt werden. In diesem Zuge gibt es auch neue Hoffnung für den Weisachsee. (Foto: Mirko Fryska)
Die Gebäude des Schornweisacher Jugendzeltplatzes (rechts unten) sind in die Jahre gekommen und sollen ertüchtigt werden. In diesem Zuge gibt es auch neue Hoffnung für den Weisachsee. (Foto: Mirko Fryska)

Der Markt Uehlfeld muss den Weisachsee dringend ausbaggern. Das steht schon lange auf der Agenda, allerdings hätten die Kosten laut einer ersten Schätzung rund eine Million Euro betragen – zu viel für die Kommune. Nun aber gibt es neue Hoffnung. Grund dafür ist ein Gespräch im Landratsamt.

Fakt ist: Der Schornweisacher See, der auch gerne an heißen Sommertagen als Badegelegenheit genutzt wird, ist massiv verlandet. „Das muss gemacht werden”, betonte der seinerzeit noch amtierende Bürgermeister Gerhard Winkler. Doch für den Markt alleine war das Vorhaben bislang deutlich zu teuer. Das könnte sich jedoch schon bald ändern.

Dem Landrat Dr. Christian von Dobschütz ist der Tourismus im Landkreis ganz generell ein Anliegen. Zu den Zugpferden zählen schließlich auch der Weisachsee und der benachbarte Zeltplatz, den die evangelische Kirche betreibt. Auch dieser ist allerdings in die Jahre gekommen. Und so hatte von Dobschütz Gemeinde- und Kirchenvertreter, das Wasserwirtschaftsamt und sein Team gemeinsam zum runden Tisch geladen, berichtete Winkler. Der Rahmen sei „konstruktiv” gewesen – und er habe nun neue Hoffnung.

Möglichst viele Töpfe anzapfen

Der Landrat versucht, „Themen zu verbinden”, um möglichst viele staatliche Fördertöpfe anzapfen zu können. Die Maßnahme am Landschaftssee – neben der Entlandung sollen auch das Umfeld verschönert und der Steg erneuert werden – könnte über die Lokale Aktionsgruppe Aischgrund gefördert werden, ergänzte der dritte Bürgermeister Jürgen Hornischer. Das Ziel: „Unseren Anteil auf eine leistbare Höhe zu reduzieren.” Der Landrat halte die Zügel in der Hand, so Winkler.

Auch für den Jugendzeltplatz sieht Winkler dadurch eine Art „Initialzündung”. Dieser sei in die Jahre gekommen, die Toilettenanlage für heutige Standards eigentlich nicht mehr vertretbar. Neu-Pfarrer Dr. Hermann Ruttmann sei deshalb auf den Landrat zugegangen – damit alles modernisiert werde und der Schornweisacher Platz gehalten werden kann. Schließlich ist dieser für den Aischgrund von großer Bedeutung. Von Dobschütz sehe das ähnlich.

Zuerst die Grundaufgaben, dann die Schönheit

Den Optimismus teilten Winkler und Hornischer auch beim Weisachsee. Die seinerzeit geschätzte sechsstellige Summe alleine für das Ausbaggern des Gewässers sei vom Wasserwirtschaftsamt in Ansbach „ein bisschen relativiert” worden. Hinzu kommen die möglichen Zuschüsse. Da das Gewässer auch dem Hochwasserschutz diene, müsse ohnehin der Damm geprüft werden, ob alles so weit noch standfest ist. Zuerst die Grundaufgaben, danach die sichtbare „Verschönerung” im Umfeld, so Winklers Devise. Er habe die Stimmung jedenfalls als sehr positiv wahrgenommen. Nun gelte es, den eingeschlagenen Weg fortzuführen – mit dem Landrat als Zugpferd.

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