Die Freiwillige Feuerwehr Burgbernheim hat einen neuen Vorsitzenden. Steffen Schrödl folgt nach 15 Jahren auf Andreas Gundel. Marco Schrödl ist jetzt Ehrenmitglied.
Die aktive Wehr in Burgbernheim kann derzeit auf 72 Feuerwehrdienstleistende zurückgreifen. Nicht nur diese Zahl, auch die in Einsätze, Übungen und Ausbildung investierten Freizeitstunden waren im vergangenen Jahr wieder beeindruckend.
Im Mittelpunkt aller Bilanzen stand bei der Jahresversammlung die von Respekt und Toleranz geprägte Kameradschaft der Wehrleute. Diese Grundlagen bildeten das feste Fundament für eine schnelle und professionelle Hilfe im Notfall, wie Bürgermeister Matthias Schwarz betonte. Er dankte den Familien der Wehrleute, die ihren Angehörigen regelmäßig den Rücken frei halten.
Kommandant Markus Kohler berichtete von exakt 100 Einsätzen im Jahr 2024: Diese reichten von schweren Verkehrsunfällen – auch auf der nahe gelegenen Autobahn 7 – Gebäudebränden, bis hin zu belastenden Alarmierungen mit dem Stichwort „Reanimation“. Das Leerpumpen von Kellern nach Starkregenereignissen, die Beseitigung von umgestürzten Bäumen und die Rettung von Kleintieren gehörten ebenso dazu. Einen besonders tragischen Hintergrund hatte die Anforderung der Polizei, die um Ausleuchten eines Tatortes im Wald gebeten hatte.
Bei der Aus- und Fortbildung erweiterten zudem 54 Übungen sowie Speziallehrgänge das Verwendungsspektrum. Mehrere Wochen hatten sich 15 Frauen und Männer auf die erfolgreich absolvierte Leistungsprüfung vorbereitet, die Markus Hufnagel verantwortlich organisiert hatte. Die Prüfungen festigen Standardabläufe und fördern das teamorientierte Zusammenwirken, so Hufnagel.
Stolz war Kohler über den Umstand, dass man angesichts von rund 25 Prozent weiblichen Aktiven weit über dem üblichen Schnitt liegt. Frauenbeauftragte Lea Kroner bestätigte, dass sich die Frauen der Wehr neben dem Einsatzgeschehen regelmäßig an Fortbildungsmaßnahmen beteiligten. Gleiches Engagement für alle Feuerwehrleute war laut dem Atemschutzbeauftragten Jan Angermann bei den Unterrichtungen über Unfallverhütungsvorschriften oder den Belastungsübungen in der Bad Windsheimer Atemschutzstrecke gefragt. Der Feuerwehrreferent im Stadtrat, Peter Bauerreis, sprach den Einsatzkräften seine Hochachtung aus und sicherte zu, dass sich die Stadt unverändert um eine angemessene Ausstattung kümmern werde.
Auf ein besonders bewegtes Jahr blickt laut Jugendwart Daniel Volkamer die Jugendfeuerwehr zurück: Erstmals wurde ein Berufsfeuerwehrtag mit fünf verschiedenen Einsatzszenarien durchgeführt. Weitere Höhepunkte waren die Teilnahmen am Kreisjugendfeuerwehrtag in Oberscheinfeld sowie am Wissenstest. Der Feuerwehrnachwuchs errang 19 Mal die Deutsche Jugendflamme. Einen neuen Rekord von 180 ausgedienten Weihnachtsbäumen gab es bei der jüngsten Sammelaktion, die einige Spenden generierte.
Ein besonderes Ereignis war die jüngst ins Leben gerufene Kinderfeuerwehr: Die mittlerweile 40 sechs- bis elfjährigen „Löschzwetschgen“ werden von sechs Betreuerinnen spielerisch an den Brandschutz herangeführt. Es gibt bereits eine lange Warteliste.
Auch der Feuerwehrverein spielt im Gefüge der Ortswehr eine wichtige Rolle: Mit einer neu gefassten Satzung sowie Neuwahlen des Vorstandes wurden die Weichen für die kommenden sechs Jahre gestellt. Nach 15 prägenden Jahren als Vorsitzender reichte Andreas Gundel die Geschicke an seinen Nachfolger Steffen Schrödl weiter.
Sein Stellvertreter ist künftig Uwe Baumann, Kassier bleibt Daniel Kirsch, die Schriftführung obliegt weiterhin Sophie Völler. Zu Beisitzern wurden Luca Engelhardt, Sven Kroner und Nicole Kriesten gewählt. Kassenprüfer sind unverändert Gerd Schmidt und Jan Angermann.
Mit stehendem Applaus erfolgte schließlich während der Versammlung die Ernennung des früheren Kommandanten und jetzigen Kreisbrandinspektors Marco Schrödl zum Ehrenmitglied des Vereins.