Punkrock-Band 33RPM aus dem Zenngrund: Mit Musik und Mission in den Charts | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.04.2026 17:00

Punkrock-Band 33RPM aus dem Zenngrund: Mit Musik und Mission in den Charts

33RPM beim Benefizkonzert im letzten Jahr. 2025 kamen 4000 Euro Spenden zusammen. (Foto: 33RPM)
33RPM beim Benefizkonzert im letzten Jahr. 2025 kamen 4000 Euro Spenden zusammen. (Foto: 33RPM)
33RPM beim Benefizkonzert im letzten Jahr. 2025 kamen 4000 Euro Spenden zusammen. (Foto: 33RPM)

Sie nennen sich „33RPM” und liefern Punkrock aus dem Zenngrund. Der aber ist nicht gewöhnlich, sondern stets für den guten Zweck und mit einer klaren Botschaft. Bei den Streamingdiensten erreichen sie mittlerweile Aufrufe in Millionenhöhe – eine Geschichte von einem musikalischen Erfolgsmodell.

33 RPM – so bezeichnet man die Abspielgeschwindigkeit von Schallplatten. Die Düsseldorfer Punkband „Broilers” hatte einst ein Lied danach benannt. „Ändy ist Broiler-Fan”, erklärt 33RPM-Sänger Danny Thurm die Wahl des Bandnamens, den er manchmal etwas bereut. Denn: „Man muss ihn immer extra erklären”.

Ändy heißt mit bürgerlichem Namen Andreas Defet, spielt Gitarre und wohnt in Wilhermsdorf (Landkreis Fürth). Danny Thurm kommt aus Neuhof. Die beiden kennen sich aus der Schulzeit und gingen auf die Neustädter Dietrich-Bonhoeffer-Realschule. Sie spielten bereits in anderen Bands, bevor sie mitten in der Corona-Hochphase 2021 beschlossen haben: „Wir müssen mal was machen”. Gesagt, getan. „33RPM” war geboren. Mit im Boot sind aktuell Schlagzeuger Fabian Hafner aus Nürnberg und Bassist Jörg „Tschögi” Hertlein aus Kirchfembach (Gemeinde Wilhermsdorf).

Erste Chart- und Streaming-Erfolge

Danny Thurm und Ändy Defet hatten schon vor der Bandgründung viel Material vorproduziert. Zuerst suchten sie sich eine Plattenfirma. Zwischenzeitlich haben sie aber ihr eigenes Label gegründet. Mit ihrem Album „Nen Scheiß muss ich” erreichten die Punkrocker, die in Oberndorf bei Ipsheim proben, im November 2023 Platz 92 der offiziellen Deutschen Charts.

Rund 1,8 Millionen Aufrufe hat derzeit ihr Song „Die schönen Tage“ alleine beim Streaminganbieter „Spotify”. Noch an ihre gemeinsame Realschulzeit in Neustadt erinnert die Punkversion des Lieds „Von guten Mächten” – eine Hommage an das Bonhoeffer-Gedicht.

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Eigene Songs und Covermusik

Mit eigenen Stücken und dem einen oder anderen Cover von Bands wie den „Broilers” sind 33RPM auf einer Mission unterwegs: „Gegen Spaltung, gegen Hass und eben nicht einfach nur so nebenbei”, wie sie auf ihrer Homepage schreiben. Wenn sie gerade nicht deutschlandweit mit ihrer Punkrock- und Ska-Musik unterwegs sind, gehen sie ihren bürgerlichen Berufen nach. Der 40-jährige Familienvater Danny Thurm ist Vertriebsleiter und baut gerade ein Haus in Neuhof, Andreas Defet ist auch Familienvater und selbstständig in der IT-Branche. Jörg Hertlein ist Projektleiter bei einer Stiftung und Fabian Hafner arbeitet ebenfalls in der IT-Branche. „Unsere Familien sind an den Wochenenden oft dabei”, erklärt Thurm.

Punk ist für die vier Musiker nicht nur Musik, sondern eine Lebenshaltung. „Wir machen Musik mit Mission”, erläutert Danny Thurm. Deshalb wird jeder Euro des kommenden Benefizkonzerts in Nürnberg, der über die Selbstkosten hinausgeht, an den „Straßenkreuzer” gespendet – eine gemeinnützige Organisation, die sich für wohnungslose und hilfsbedürftige Menschen in Nürnberg engagiert.

Benefizkonzert für den „Straßenkreuzer”

Es ist bereits das dritte Benefizkonzert für den „Straßenkreuzer”, das die Punkrockband 33RPM organisiert. 2025 kamen 4000 Euro Spenden zusammen. Schon beim ersten Mal hatten sie den Sänger Tex Brasket der legendären Punkband „Slime” angesprochen, und fragten an, ob er bereit wäre, mitzumachen.

Tex Brasket ist seit 2021 der neue Sänger der 1979 gegründeten Punkrockband „Slime”. Der aus Berlin stammende frühere Straßensänger macht bei Konzerten kein Hehl daraus, dass er selbst einmal auf der Straße gelebt hatte, und sagte gleich zu, als 33RPM bei ihm anfragte. Als „Teluxe” ist Tex Brasket zusammen mit Lucas Uecker von „Liedfett” am 8. Mai im Nürnberger „Hirsch” dabei und verspricht, mit den Songs klare Botschaften mitten aus dem Leben mitzubringen.

Zugesagt haben auch „Elfmorgen”. Sie liefern eingängigen Indie-Punk mit einer guten Portion Humor und ehrlicher Alltagslyrik. „Rantanplan” stehen seit Jahren für druckvollen Ska-Punk, der mitreißt, motiviert und live jedes Publikum in Bewegung bringt.

Los geht's im Nürnberger „Hirsch” am Freitag, 8. Mai, um 19 Uhr (Einlass ist ab 18.30 Uhr). Alle Informationen zum Benefizkonzert und Tickets gibt es unter www.punkrockalarm.de.

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