Putz, Tapeten, Fliesen: Wie Sie Schimmel selbst entfernen | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 24.08.2026 15:05

Putz, Tapeten, Fliesen: Wie Sie Schimmel selbst entfernen

Vorbeugen ist günstiger als schrubben: Regelmäßiges Lüften hilft, Schimmel zu verhindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Vorbeugen ist günstiger als schrubben: Regelmäßiges Lüften hilft, Schimmel zu verhindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)
Vorbeugen ist günstiger als schrubben: Regelmäßiges Lüften hilft, Schimmel zu verhindern. (Foto: Christin Klose/dpa-tmn)

Oh Schreck, ein Fleck! Hat man sich Schimmel eingefangen, etwa an der Wand, ist es wichtig der Ursache dafür auf den Grund zu gehen - und sie zu beheben. Die gute Nachricht: Einen kleinen Befall kann man dann manchmal auch selbst beseitigen. 

Doch was heißt in diesem Fall „klein“? Als Orientierung gilt laut der DIY Academy in Köln eine Fläche von weniger als einem halben Quadratmeter - allerdings nur dann, wenn der Schimmelbefall wirklich rein oberflächlich ist. Je nachdem auf welchem Material der Schimmel sitzt, muss man außerdem unterschiedlich vorgehen.

Glatt geht glatt

Glatte, geschlossene Oberflächen wie Fliesen, Keramik, Glas oder Metall lassen sich relativ leicht von Schimmel befreien. Sie können einfach mit Wasser und etwas Allzweckreiniger abgewaschen werden. Meist ist der Schimmel dann schon weg.

Anders sieht das aus, wenn der Schimmel auf verputzten oder gestrichenen Wänden sitzt. Kleine, nur oberflächlich befallene Stellen kann man zwar auch hier mit einem haushaltsüblichen Reiniger entfernen, solange es kein Essigreiniger ist. Der Verbraucherzentrale Niedersachsen zufolge sollte man die Schimmelpilzkeime aber am besten mit Ethanol abtöten. Dafür eignet sich 70- bis 80-prozentiger Alkohol. Zu finden ist er in der Apotheke. 

Und Vorsicht: Hochprozentiger Alkohol ist brennbar. Achten Sie also darauf, dass in der Nähe der Arbeiten keine Funken fliegen. Nehmen Sie außerdem nur kleine Mengen Alkohol und ein Einwegtuch zum Entfernen. Letzteres gehört, wie immer, wenn man Schimmel entfernt, anschließend in den Müll.

Tapete erst anfeuchten

Bei schimmligen Tapeten ist die Sache komplizierter. Sie kann man nicht einfach abwaschen. In der Regel ersetzt man sie am besten gleich ganz. Wichtig: Wischen Sie die Tapeten vor dem Abziehen mit einem in Spülwasser getränkten Tuch ab oder feuchten Sie sie mit einem Kleisterpinsel an. Das soll, so die Verbraucherzentralen, Sporen und Bakterien binden. Nun die Tapete ablösen - und die Wand mit einem Tuch und 70- bis 80-prozentigem Alkohol abwischen. Die Wand anschließend gut trocknen lassen.

Sie können die Tapeten nicht direkt entfernen und ersetzen? Dann kann man in Ausnahmefällen - und als Übergangslösung - einzelne Flächen mit einem Tuch und dreiprozentiger Wasserstoffperoxidlösung abreiben. Die Wasserstoffperoxidlösung gibt es ebenfalls in Apotheken. Achten Sie darauf, dass sie nicht auf empfindliche Flächen wie Holz oder auf Möbel kommt.

Nicht vergessen: Tragen Sie beim Werkeln an Schimmelflächen immer Schutzhandschuhe aus Kunststoff und einen geeigneten Atemschutz, mindestens FFP2. Bei Arbeiten über Kopf oder bei Spritzgefahr ist laut DIY Academy eine Schutzbrille sinnvoll. Wer allergisch auf Schimmelpilze reagiert, ein geschwächtes Immunsystem oder eine chronische Atemwegserkrankung hat, sollte übrigens auch bei kleinen Flächen die Arbeiten am Schimmel lieber Mitbewohnern oder gleich ganz Profis überlassen.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-575834/1


Von dpa
north