Regionalliga-Handballer des TSV 2000 Rothenburg verlieren in Günzburg mit 22:23 | FLZ.de | Stage

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 18.01.2026 14:23

Regionalliga-Handballer des TSV 2000 Rothenburg verlieren in Günzburg mit 22:23

TSV-Torwart Arnold Kiss (hier gegen den Haunstettener Luca Kofler) brachte die Gastgeber mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung. (Foto: Martin Rügner)
TSV-Torwart Arnold Kiss (hier gegen den Haunstettener Luca Kofler) brachte die Gastgeber mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung. (Foto: Martin Rügner)
TSV-Torwart Arnold Kiss (hier gegen den Haunstettener Luca Kofler) brachte die Gastgeber mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung. (Foto: Martin Rügner)

Die Regionalliga-Handballer des TSV 2000 Rothenburg kehrten mit einer unglücklichen 23:22 (12:9) Niederlage vom Auswärtsspiel in Günzburg zurück. Beim offensivstarken Tabellenfünften agierten die defensivstarken Rothenburger in den entscheidenden Momenten nicht clever genug, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen.

Bis auf Nikola Becejac (Rückenbeschwerden) konnte TSV-Trainer Valentin Akushka auf seine Bestbesetzung zurückgreifen. Die Gäste setzten auch die ersten Akzente und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Bis zum 5:5 in der 13. Minute entwickelte sich ein sehr ausgeglichenes Spiel. Früh war zu erkennen, dass sich die Rothenburger bestens auf das gefürchtete Tempospiel der Gastgeber eingestellt hatten.

So gut die Defensive inklusive Torhüter Arnold Kiss stand, so schwer taten sich die Rothenburger jedoch gegen die aggressive, offensive VfL-Deckung. Da sich im Laufe der ersten Halbzeit bei den Gästen Fehlwürfe und technische Fehler häuften, erarbeiteten sich die Günzburger bis zur Halbzeit eine 12:9 Führung.

Die zweite Halbzeit begann für Rothenburg denkbar schlecht

Die zweite Halbzeit begann für Rothenburg dann denkbar schlecht. Innerhalb der ersten zwei Minuten gerieten die Gäste durch eine unnötige Zeitstrafe in Unterzahl und Günzburg stellte mit zwei schnellen Toren auf 14:9. Nun schien es, als würden die heimstarken Schwaben das Spiel frühzeitig zu ihren Gunsten entscheiden. Doch die Gäste zeigten Moral und kämpften sich zurück.

Auch die dritte Zeitstrafe für Abwehrchef Orf brachte den TSV nicht aus dem Konzept

Mit einem immer stärker auftrumpfenden Arnold Kiss zwischen den Posten verkürzte Dennis Orf mit dem 15:13 (37..) wieder auf zwei Tore. In der Folgezeit pendelte die Führung der Gastgeber immer zwischen zwei und vier Toren, doch auch die dritte Zeitstrafe für Abwehrchef Orf brachte den TSV nicht aus dem Konzept (18:16, 44.). Ganz im Gegenteil: Nach dem 20:17 (48.) brachte Kiss die Gastgeber mit mehreren Glanzparaden zur Verzweiflung. So drehte Rothenburg mit fünf Toren in Folge (2x Stojanov, Laugner, Gluhak und Schneider) das Spiel zum Stand von 20:22 (55.).

Mit der Überraschung vor Augen Angst vor der eigenen Courage

In den letzten fünf Minuten wirkte es dann, als hätten die Gäste mit der Überraschung vor Augen Angst vor der eigenen Courage. Im Angriff verpassten sie es, weiter auf ihre Konzepte zu vertrauen, schlossen unvorbereitet ab und produzierten nun eine Reihe von technischen Fehlern. Dies führte dazu, dass die Günzburger die Partie drehen und die erste Heimniederlage der Saison noch abwenden konnten.

Für die Rothenburger, die für ihre kämpferische Leistung einen Punkt verdient gehabt hätten, gilt es nun, die richtigen Schlüsse zu ziehen. Einerseits brachte man eine der offensiv- und heimstärksten Mannschaften der Liga an den Rand einer Niederlage. Anderseits gilt es daran zu arbeiten, in knappen Situationen ruhig zu bleiben und diszipliniert weiterzuspielen, um sich am Ende auch für den hohen Aufwand zu belohnen. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich beim Heimspiel am Sonntag (19.30 Uhr) gegen den Spitzenreiter aus Bayreuth.

Rothenburg: Kiss (1.-60.), Amann (n.e, beide Tor); Schemm (3), Laugner (3), Gluhak (1), Schneider (1), Schweizer (2), Orf (1), Jasarevic (2), Stojanov (5), Krauter, Wack, Altwish, Ilicin (4/2).

Günzburg: Bieber, Lohner (Tor); Pfetsch (4), Jahn, Spengler (1), Stotz (3), Cremer (2), Jensen (1), Heisch (6), Telalovic, Wulz, Jäger (2), Scholz (3/2), Lorenz (1).

Spielverlauf: 0:2, 5:5, 8:5, 10:9, 12:9 (HZ); 14:9, 15:13, 18:16, 20:17, 20:22, 23:22.- Siebenmeter:
Rothenburg 2 (Ilicin trifft beide) – Günzburg 3.- Zeitstrafen: 5 (Orf 3, Laugner und Jasarevic je 1) – 1 (Cremer, Disqualifikation Telalovic).- Schiedsrichter: Philipp Plötz und Vincent Plötz (HaSpo Bayreuth).


Von ANDREAS AMANN
north