„Rescue-Tage” in Neustadt: Training für die Feuerwehr | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 13.10.2025 08:00

„Rescue-Tage” in Neustadt: Training für die Feuerwehr

Bei dieser Übung wurde eine schwerverletzte Person durch den Kofferraum des verunglückten Fahrzeugs mittels eines Langboards geborgen.Jutta und Dominc Bauereiß (Vierte und Dritter von rechts) verfolgten den Einsatz auf dem Firmengelände des Abschleppunternehmens in Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)
Bei dieser Übung wurde eine schwerverletzte Person durch den Kofferraum des verunglückten Fahrzeugs mittels eines Langboards geborgen.Jutta und Dominc Bauereiß (Vierte und Dritter von rechts) verfolgten den Einsatz auf dem Firmengelände des Abschleppunternehmens in Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)
Bei dieser Übung wurde eine schwerverletzte Person durch den Kofferraum des verunglückten Fahrzeugs mittels eines Langboards geborgen.Jutta und Dominc Bauereiß (Vierte und Dritter von rechts) verfolgten den Einsatz auf dem Firmengelände des Abschleppunternehmens in Neustadt. (Foto: Ute Niephaus)

Zwei in einen Bus gekrachte Autos, verunglückte Laster und ein Wagen, der auf das Dach eines anderen katapultiert wurde: Überall liegen zerstörte Fahrzeuge; Verletzte schreien, die unter schwersten Bedingungen gerettet werden müssen. Was sich wie ein Katastrophenfilm anhört, gehörte glücklicherweise nur zu den „Rescue-Tagen” in Neustadt.

Organisiert wurden die beiden Rettungstage vom Abschleppunternehmen Bauereiß im Gewerbegebiet Kleinerlbach. Die Firma finanzierte die komplette Veranstaltung, die für die rund 75 teilnehmenden Feuerwehrkräfte gratis war. Zwischen 5000 und 6000 Euro fielen dafür an. Die Kosten für die eigenen Mitarbeitenden, die am Wochenende im Einsatz waren, seien darin noch gar nicht enthalten, so Jutta Bauereiß, die betonte, dass ihnen diese erstmalig veranstaltete Aktion am Herzen liegt. Schließlich sollen die Wehren bestmöglich üben können.

So wurden Unfallsituationen nachgestellt, wie sie Feuerwehren und Rettungskräfte bei ihren Einsätzen immer wieder erleben. Damit alles möglichst echt wirkte, wurden 25 Autos zerschnitten. Drei Laster und ein ausrangierter Linienbus dienten den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern als Übungsmaterial. Aus insgesamt acht Landkreisen waren die Aktiven nach Neustadt gekommen, teilten Jutta und Dominic Bauereiß mit. Neben Mitgliedern Freiwilliger Wehren waren auch Aktive von Berufs- und Betriebsfeuerwehren dabei.

Neue Technik bringt neue Herausforderungen

Dominic Bauereiß kennt die rekonstruierten Szenarien in doppelter Hinsicht: einmal aus seiner beruflichen Sicht und dann noch als Aktiver der Neustädter Feuerwehr, wo er unter anderem als Maschinist die großen Löschfahrzeuge steuert und bedient. Im Fokus standen an beiden Übungstagen Herausforderungen, die die neuen Technologien und Antriebsarten in Autos und Lastwagen mit sich bringen. „Es dauert inzwischen drei Mal so lange, Verletzte zu bergen, wie früher”, weiß Dominic Bauereiß aus eigener Erfahrung.

Dadurch, dass die Sicherheit für die Insassen der Fahrzeuge immer besser werde, was gut sei, werde es auf der anderen Seite für die Rettungskräfte immer aufwendiger, mit dem Rettungsgerät in die Fahrzeuge zu gelangen, um die Verunglückten zu befreien. Fachleute gaben bei den „Rescue-Tagen” an den einzelnen Stationen Tipps und zeigten, wie man richtig vorgeht und was mit Blick auf die eigene Sicherheit und die der Verunglückten zu bedenken ist. Es war, so das Resümee, eine wichtige und lehrreiche Veranstaltung, um für die stetig wachsenden Herausforderungen, mit denen Rettungskräfte konfrontiert werden, gerüstet zu sein.

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