Riera über Eintracht: Zur falschen Zeit am falschen Ort | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 20.06.2026 12:57

Riera über Eintracht: Zur falschen Zeit am falschen Ort

Der ehemalige Frankfurter Trainer Albert Riera hat in einem Interview Kritik der Eintracht geübt. (Archivbild) (Foto: Florian Wiegand/dpa)
Der ehemalige Frankfurter Trainer Albert Riera hat in einem Interview Kritik der Eintracht geübt. (Archivbild) (Foto: Florian Wiegand/dpa)
Der ehemalige Frankfurter Trainer Albert Riera hat in einem Interview Kritik der Eintracht geübt. (Archivbild) (Foto: Florian Wiegand/dpa)

Eintracht Frankfurts ehemaliger Trainer Albert Riera sieht seine kurze Amtszeit beim Fußball-Bundesligisten im Nachhinein offenbar als großes Missverständnis. „Wir waren einfach nicht füreinander bestimmt“, sagte der Spanier in einem Interview des slowenischen TV-Senders Sportklub. „Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort.“ Zur neuen Saison kehrt der Österreicher Adi Hütter als Trainer zur Eintracht zurück.

Riera lobte zwar die gute Zusammenarbeit mit Sportdirektor Markus Krösche, übte allerdings auch deutliche Kritik am Club und der Mannschaft. Er würde keinen einzigen Spieler für sein nächstes Projekt mitnehmen, erklärte der 44-Jährige. Bei seinem Ex-Club NK Celje aus Slowenien gebe es mehr Spieler, die er für sein nächstes Team auswählen würde. „Ich weiß nicht, ob es jemand besser gemacht hätte, wir werden es nie erfahren“, sagte er rückblickend über seine nur dreieinhalbmonatige Amtszeit in Frankfurt.

Namen wichtiger als Ergebnisse?

Der zuvor in Deutschland unbekannte Riera war im Winter Nachfolger von Dino Toppmöller geworden. Doch auch unter seiner Regie gelang nicht der erneute Einzug in einen Europapokal-Wettbewerb. Dagegen irritierte Riera schnell mit seiner wortgewaltigen Art und auch manchen Entscheidungen. So setzte er Mario Götze auf die Tribüne, kurz bevor die Vertragsverlängerung mit dem WM-Finaltorschützen von 2014 offiziell wurde. 

Riera sagte nun, dem Verein seien Namen wichtiger gewesen als Ergebnisse. Zudem sei ihm klar geworden, dass er die Spielerprofile, die er im Sommer für die Eintracht gewinnen wollte, nicht nach Frankfurt werde holen können. „Die Vereinspolitik sieht vor, dass der Trainer keinen Einfluss auf Scouting und die Mannschaftszusammensetzung hat“, behauptete Riera. „Das ist nicht das richtige Umfeld für mich, und ich wusste, dass wir langfristig nicht zusammenarbeiten können.“

© dpa-infocom, dpa:260620-930-254190/1


Von dpa
north