Rock im Park: So funktionieren Aufbau und Ablauf | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 04.06.2026 04:03

Rock im Park: So funktionieren Aufbau und Ablauf

Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik. (Archivbild) (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik. (Archivbild) (Foto: Daniel Karmann/dpa)
Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik. (Archivbild) (Foto: Daniel Karmann/dpa)

Zehntausende Musikfans werden ab Freitag wieder drei Tage lang bei Rock im Park in Nürnberg feiern. Kurzentschlossene haben in diesem Jahr keine Chance: Das Musikfestival ist komplett ausverkauft. Etwa 80.000 Besucherinnen und Besucher erwarten die Veranstalter täglich auf dem Gelände, das diesmal so groß ist, wie noch nie. Damit das Open-Air mit rund 70 Konzerten möglichst reibungslos abläuft, muss hinter den Kulissen alles gut organisiert sein. 

Das gesamte Festivalgelände mitten in Nürnberg umfasst nach Angaben der Veranstalter etwa 200 Hektar auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände, dem Volksfestplatz und angrenzenden Parks und Parkplätzen. Der Bereich um die Bühnen mache dabei nur einen kleinen Teil aus, sagte Festivaldirektorin Cathi Krämer. Dazu kämen zahlreiche Campingplätze und Flächen, wo etwa die 100 Schlaf-Busse und 120 Lastwagen der Bands Platz finden. 

Eine logistische Herausforderung

Hunderte Mitarbeitende sind ihr zufolge seit vier Wochen mit dem Aufbau beschäftigt. Auf dem Gelände haben sie unter anderem 32 Kilometer Zaun aufgestellt, 60 Kilometer Stromkabel und 40.000 Quadratmeter Bodenabdeckungen verlegt. Allein 90 Gerüstbauer sind damit beschäftigt, die beiden großen Bühnen und sechs Techniktürme zu errichten. 

Auch die Anreise der Musikfans und der Ablauf des Open-Airs erfordert viel Logistik. Aus einer Sicherheitszentrale werden das Gelände und das Verkehrsaufkommen überwacht. Mehr als 1.100 Rettungskräfte werden laut dem bayerischen Roten Kreuz im Einsatz sein. In der Großküche werden einem Festivalsprecher zufolge in den drei Tagen 125.000 Portionen für Mitarbeitende und Dienstleister gekocht. 2.500 Mahlzeiten müssen für die Künstlerinnen und Künstler zubereitet werden. Auch eine eigene Festival-Wäscherei gibt es. 

So viel kostet es

Durchschnittlich 300 Euro mussten die Parkrocker in diesem Jahr für das Wochenendticket zahlen. Das sei ungefähr so viel wie im vergangenen Jahr, sagt Krämer. Den Gästen werde dafür drei Tage Live-Musik von Headlinern wie Iron Maiden und Linkin Park geboten, inklusive Camping und Parken. 

Doch allein mit dem Ticket sei es nicht getan, heißt es vom Landesamt für Statistik. Dieses hat errechnet, welche Kosten sonst noch auf Festivalgänger allgemein zukommen. Besonders die Anfahrt wird demnach zum Kostenfaktor: Im Mai lagen die Preise für Kraftstoffe im Vorjahresvergleich um 16,6 Prozent deutlich höher. Auch Bahntickets waren etwas teurer. 

Campingausrüstung wie Zelt, Schlafsack und Luftmatratze waren dagegen günstiger als noch vor einem Jahr. Für typisches Festival-Essen wie Dosensuppen, Fertiggerichte und Cornflakes müssen die Festivalgänger jedoch tiefer in die Tasche greifen. Auch Getränke wie Limo, Bier und Mineralwasser kosten mehr.

© dpa-infocom, dpa:260604-930-170416/1


Von dpa
north