Rothenburger Futsal-Torhüter sieht viele Freunde beim Länderspiel | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.11.2024 12:00

Rothenburger Futsal-Torhüter sieht viele Freunde beim Länderspiel

Kommt ein Pless geflogen: Der Torhüter aus Rothenburg bestritt gegen die Türkei in Nürnberg seinen 52. Einsatz im Nationaltrikot. (Foto: Wolfgang Zink)
Kommt ein Pless geflogen: Der Torhüter aus Rothenburg bestritt gegen die Türkei in Nürnberg seinen 52. Einsatz im Nationaltrikot. (Foto: Wolfgang Zink)
Kommt ein Pless geflogen: Der Torhüter aus Rothenburg bestritt gegen die Türkei in Nürnberg seinen 52. Einsatz im Nationaltrikot. (Foto: Wolfgang Zink)

Philipp Pless spielt nicht nur Futsal auf hohem Niveau. Der Rothenburger sieht sich auch als Botschafter dieser Hallenfußballvariante und wirbt mit Verve für das Spiel mit dem sprungreduzierten Ball. Auch in dieser Hinsicht war das Länderspiel in Nürnberg ein Erfolg für den Torhüter.

Erster Auftritt in Nürnberg

Pless gehört der Nationalmannschaft schon einige Jahre lang an. Einen Auftritt in Nürnberg allerdings gab es noch nicht. Den nutzten nun viele, um den Torhüter, der in der Tauberstadt groß geworden ist und mittlerweile in Baden-Württemberg wohnt, mal in Aktion zu erleben. Um die 30 Karten hat Pless für seine Entourage besorgt, darunter war auch ein ehemalige Sportlehrer. „Einige waren dabei, die haben zum ersten Mal ein Futsalspiel gesehen und waren ganz begeistert“, berichtet Pless.

Schon mehr als 50 Länderspiele

Neue Anhänger kann der Sport, die offizielle Hallenfußballvariante der FIFA, gut gebrauchen. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist Deutschland noch schwer damit beschäftigt, sich aus der Nische herauszuarbeiten. Dabei zeigen sich durchaus Erfolge, findet Pless. Stolze 2700 Zuschauer, darunter Club-Trainer Miroslav Klose, lockte das Testspiel gegen die Türkei in die KIA Metropol Arena, in Aschaffenburg waren es sogar mal über 3000.

„Ein gelungener Test in einer wunderschönen Halle“, bilanziert Pless nach dem 6:2-Erfolg. Es war sein 52. Einsatz im Nationaltrikot. Mit Pavlos Wiegels vom Hamburger SV ringt Pless um den Status der Nummer eins.

Ukraine ist der Favorit in der EM-Quali

Das Spiel gegen die Türken war die Generalprobe für die EM-Qualifikation. In der trifft die deutsche Auswahl zwischen Mitte Dezember und April in Hin- und Rückspiel auf die Ukraine, Rumänien und Zypern. „Die Ukraine ist der große Favorit und wird die Gruppe wohl gewinnen“, sagt Pless, „wir kämpfen um den Einzug in die Playoffs.“ Dafür genügt Platz zwei. Deutschland belegt auf der UEFA-Rangliste Platz 24, die Ukraine ist Fünfter und Rumänien 14. Zypern (31.) ist hinter dem DFB gelistet.

Mit seinem Verein TSV Weilimdorf ist Pless in der Bundesliga die Nummer eins. Mit den Stuttgarter Vorstädtern feierte der 33-Jährige vergangene Saison den dritten Titel, verbunden damit waren ebenfalls zum dritten Mal Einsätze in der Champions League.

Identifikationsfigur im Verein

„Philipp ist seit vielen Jahren ein fester und wichtiger Bestandteil der Mannschaft und eine Identifikationsfigur. Wir freuen uns, ihn auch in der kommenden Saison bei uns auf dem Feld zu sehen“, so Vorstandsmitglied Daniel Nötzold bei der Vertragsverlängerung.

Nach sechs Spieltagen auf Platz drei

Seit 2019 ist Pless für den TSV aktiv, hat also die Entwicklung der Liga aus nächster Nähe mitbekommen. „Es geht nach vorne, das Niveau steigt und die Teams gleichen sich leistungsmäßig an“, hat er festgestellt. Nach sechs Spieltagen steht Weilimdorf auf Rang drei. Es gab vier Siege, eine knappe Niederlage gegen Tabellenführer Hot Futsal aus Hohenstein-Ernstthal und ein Unentschieden gegen Berlin.

Im Spiel gegen die Türken verletzte sich Pless am Knie, aber nur leicht. „Im Heimspiel am Samstag gegen Bielefeld bin ich dabei“, sagt er. So viele Fans wie in Nürnberg werden in der Spechtweghalle in Weilimdorf dann nicht auftauchen, auch der Sportlehrer hat sich diesmal nicht angekündigt.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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