In Kooperation mit dem VfB Schillingsfürst hat die Edith-Stein-Realschule eine Sportarbeitsgemeinschaft (SAG) im Bereich Fußball ins Leben gerufen. Das freiwillige Nachmittagsangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der fünften bis siebten Klasse und wurde im Rahmen des Modells „Sport-nach-1“ eingeführt.
Dieses seit 1991 bestehende Programm des Bayerischen Kultusministeriums und des Bayerischen Landes-Sportverbands ziele darauf ab, die Zusammenarbeit zwischen schulischem Sportunterricht und lokalem Leistungssport zu fördern, betonten am Rande einer Trainingseinheit Schulleiter Marcus Pfalzer und VfB-Vorsitzender Stefan Gruber. Das Projekt ermöglicht es rund 20 Schülerinnen und Schülern, seit Mitte Oktober jeden Freitagnachmittag von 13.15 bis 14.45 Uhr, also über zwei Schulstunden, zu trainieren.
Die Idee sei durch die räumliche Nähe der Schule zum Vereinsgelände und die „Win-Win Situation für Schule und Verein“ entstanden, hieß es. „Jugendliche für den Sport zu begeistern und Talente zu fördern ist uns wichtig“, so Pfalzer.
Das Projekt sei sehr gut angenommen worden, berichtete Alexander Grams, der als C-Lizenz-Trainer und Mitglied des VfB Schillingsfürst die Leitung der Gruppe übernommen hat. Schon kurz nach dem ersten Info-Gespräch mit dem Schulleiter hätten sich die ersten Schüler für das Projekt gemeldet. Eine Schülergruppe dafür zu begeistern habe problemlos geklappt.
Dies sei jedoch nicht selbstverständlich, bestätigte Pfalzer. Als Trainingsorte stehen das unweit der Schule gelegene Gelände des VfB sowie die Schulturnhalle zur Verfügung. Viele der teilnehmenden Kinder spielen schon in Clubs, andere hingegen kommen erstmals in Kontakt mit dem Vereinsfußball.
Die neue Fußball-Arbeitsgemeinschaft wurde beim Landesamt für Schulen gemeldet und erhält finanzielle Unterstützung von dort sowie eine Sonderförderung des Bayerischen Fußballverbands. Ein Ziel sei es, mit der Gruppe an Schulsportwettbewerben teilzunehmen, wurde betont. Darüber hinaus gebe es auch noch die Überlegungen zum möglichen Ausbau zu einer Sportstützpunktschule. Dies sei „aus der Sicht einer Schule und eines Sportvereins attraktiv“, so der Schulleiter Marcus Pfalzer.
Der erste Schritt in diese Richtung sei mit der SAG gemacht, die eine Basis für die Zusammenarbeit von Schule und Verein schaffe. Jedoch würde sich mit dem Ausbau zu einer Stützpunktschule einiges im Vergleich zum aktuellen Modell ändern.
Sobald das Verfahren vom Bayerischen Landesamt für Schulen genehmigt werden würde, müssten die dafür angemeldeten Schüler zudem dem Fußballverein beitreten und würden durch staatliche Fördermittel mehr Sportstunden erhalten. Dieses Modell würde sich also mehr für leistungsorientierte Fußballspieler eignen. „Theoretisch hätte der Schüler neben dem Training im Verein und dem Basissportunterricht in der Schule weitere vier Wochenstunden Sport“, erklärte Pfalzer.
Dadurch könnten einzelne Schüler auf acht bis zehn Sportstunden in der Woche kommen. Ein wichtiges Motiv sei natürlich, „den Verein bei der Kaderbildung zu unterstützen und Talente besonders zu fördern“.