Von Schlüsselloch-Chirurgie ist stets bei minimalinvasiven Eingriffen die Rede. Dabei sollen nur kleine Schnitte stattfinden, zum Beispiel in der Sektion Fuß- und Sprunggelenkchirurgie am Klinikum Ansbach. Der Förderverein des Krankenhauses unterstützt es mit 8125 Euro, spezielle Instrumente anzuschaffen.
Der Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Klinikums Ansbach, Klaus Dieter Breitschwert, formulierte bei der Spendenübergabe einen „Standardsatz”: Profitieren sollen von den finanziellen Mitteln sowohl Patientinnen und Patienten als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege sowie Ärztinnen und Ärzte.
Aufgabe des Klinikfördervereins ist es seiner Ansicht nach nicht, „Politik zu machen, sondern für die Einrichtung Positives zu tun und auch positiv zu werben”. Außerdem blickte Klaus Dieter Breitschwert in die Zukunft: „Wir möchten auch noch mehr Gutes tun.” Für ihr Engagement würdigte er überdies alle, die im Klinikum wirken.
Knochenschnitte lassen sich in der Schlüsselloch-Chirurgie über kleine Zugänge an ganz verschiedenen Stellen setzen: „mit dem Ziel, dass man nach der Operation keine Schrauben oder Platten braucht”. So äußerte sich Dr. Stefanie Kriegelstein als Sektionsleiterin Fuß- und Sprunggelenkchirurgie. Sie wirkt im Klinikförderverein als stellvertretende Vorsitzende.
Spezialverbände gebe es nach den Operationen für sechs Wochen, „sodass es in Ruhe ausheilen kann”. Die OP-Zeit sinkt im minimalinvasiven Verfahren und beträgt fünf bis zehn Minuten, wie Stefanie Kriegelstein unterstrich.
Der Vorstand des Klinikverbunds ANregiomed, Dr. Gerhard Sontheimer, stellte fest, „dass ja im Rahmen der Krankenhausreform vor allem zwei Zielsetzungen angestrebt werden: die Spezialisierung, was bedeutet, die Konzentration der Eingriffe an Zentren, wo dann mehr gemacht wird, und die Ambulantisierung”.
Die Krankenhäuser müssten sich darauf einstellen, „dass wir zukünftig in der Lage sind, Patienten auch ambulant zu versorgen”. Stefanie Kriegelstein begann laut ihren Worten vor sechs Jahren mit 80 Prozent stationären Operationen. Ab nächstem Jahr jedoch seien wohl 80 Prozent ambulant.