Schock bei Abi-Fahrt: Mehrere Verletzte nach Busunfall | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.08.2026 09:41, aktualisiert am 24.08.2026 14:46

Schock bei Abi-Fahrt: Mehrere Verletzte nach Busunfall

Zwei Schulklassen aus Schleswig-Holstein waren auf dem Weg nach Paris, als ihr Reisebus nahe Wezep verunglückte. (Foto: Jeroen Jumelet/ANP/dpa)
Zwei Schulklassen aus Schleswig-Holstein waren auf dem Weg nach Paris, als ihr Reisebus nahe Wezep verunglückte. (Foto: Jeroen Jumelet/ANP/dpa)
Zwei Schulklassen aus Schleswig-Holstein waren auf dem Weg nach Paris, als ihr Reisebus nahe Wezep verunglückte. (Foto: Jeroen Jumelet/ANP/dpa)

Für zwei Schulklassen aus Schleswig-Holstein endete die Abi-Fahrt nach Paris mit einem Schock: Ihr Reisebus prallte in den Niederlanden bei Wezep am frühen Morgen auf einen Kleintransporter. Acht Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht, einige davon schwer. Doch keiner ist nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr. Die meisten Schüler hätten Schnittverletzungen durch Glassplitter. 

Der schwere Unfall geschah kurz nach vier Uhr auf der A28 bei Wezep, rund 100 Kilometer im Nordosten von Amsterdam. Die 54 Schülerinnen und Schüler sowie 4 Lehrkräfte waren nach Angaben der Schule in Probstei in Schleswig-Holstein auf dem Weg ins rund 1.000 Kilometer entfernte Paris. 

Doch plötzlich prallte der Bus mit österreichischem Kennzeichen auf einen Kleintransporter. Danach raste der Bus nach Darstellung der Polizei durch die Leitplanke und landete etwa 200 Meter weiter in der Böschung. Der Kleinlaster brach auseinander und endete auf der Gegenfahrbahn. Der Fahrer überlebte. Er wurde schwer verletzt wie auch der Busfahrer ins Krankenhaus eingeliefert. 

Feuerwehr muss Dach aufschneiden

Hilfskräfte waren schnell am Unfallort. Die Feuerwehr musste das Dach des Busses aufschneiden, um die Passagiere herauszuholen. Zunächst wurden acht Verletzte ins Krankenhaus gebracht. Später wurden nach Angaben der Polizei noch acht weitere Menschen mit leichteren Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

Die meisten Schüler konnten jedoch noch an der Unglücksstelle versorgt werden, teilte die Polizei mit. Anschließend seien sie in einer Sporthalle in Wezep untergebracht worden. Nach Angaben der Behörden hatten einige Eltern bereits ihre Kinder abgeholt. Die Behörden würden gemeinsam mit dem deutschen Konsulat für die Heimreise der übrigen Menschen sorgen. 

„Viele Schutzengel“

Die meisten Schüler hätten Schnittwunden oder Prellungen. Aber der Schock sei groß, sagte Bürgermeisterin Tanja Haseloop-Amsing nach einem Besuch der Sporthalle. Sie hatte mit einem Schüler gesprochen, er habe erzählt, wie er mit einem Hammer das Dachfenster herausgeschlagen hatte, sagte sie Reportern. Viele Schüler hätten zum Zeitpunkt des Aufpralls geschlafen. „Einige kamen auf Socken aus dem Bus“, sagte die Bürgermeisterin. 

Bei dem Unfall hätten es „sehr viele Schutzengel“ gegeben, sagte die Bürgermeisterin. „Das hätte viel schlimmer enden können.“ 

Jüngst bereits schwere Unfälle mit Reisebussen

In den letzten Wochen gab es mehr Unfälle, die weniger glimpflich verliefen. Erst Mitte August starben in Ungarn zwölf Mitglieder einer Pilgergruppe aus Polen, weil ihr Reisebus von der Fahrbahn abkam und in den Straßengraben stürzte. Nach Polizeiangaben war der Fahrer vermutlich eingeschlafen.

Anfang August kamen in Italien vier Businsassen und zwei weitere Menschen ums Leben, als ein Reisebus, ein Wohnmobil und drei Autos nördlich von Rom zusammenstießen. Das Wohnmobil war wohl auf die Gegenfahrbahn geraten. Ende Juli fuhr ein Reisebus nahe Stuttgart auf der rechten Autobahnspur auf zwei stehende Absicherungsfahrzeuge einer Baustelle. Zwei Fahrgäste und der Busfahrer wurden schwer verletzt, zwei weitere leicht.

Die Autobahn war stundenlang in beide Richtungen gesperrt. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch undeutlich. Die Untersuchungen seien noch in vollem Gange, sagte die Polizei.

© dpa-infocom, dpa:260824-930-573740/4


Von dpa
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