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Veröffentlicht am 14.04.2026 12:27

Schwankende Rapspreise sorgen für Unsicherheit in der Landwirtschaft

In wenigen Wochen werden in der Landschaft wieder gelb blühende Rapsfelder leuchten. Während die Zahl der Rapsanbauerinnen und -anbauer in Mittelfranken mit rund 300 einen Tiefpunkt erreichte, ist die Anbaufläche stark schwankend.

Von fast 16.000 Hektar im Jahr 2010 ist sie innerhalb von zehn Jahren auf 8515 Hektar stark gefallen, inzwischen aber wieder auf 12.329 Hektar beziehungsweise 5,4 Prozent der Ackerfläche gestiegen. Wie auf der Jahresversammlung der Erzeugergemeinschaft für Qualitäts-Raps Mittelfranken in der Ansbacher Rezathalle berichtet wurde, werde vermutlich der Rapsmarkt weiter starken Schwankungen unterliegen, sagten Vorsitzender Andreas Forster und Geschäftsführerin Laura Schnaid. Erhebliche Auswirkungen hätten sowohl der Ukrainekrieg als auch der Krieg mit dem Iran.

Für einen Zuwachs der Anbaufläche könnten die Unsicherheiten, wie es in der Biogasbranche weitergeht, sorgen. Denn der Silomaisanbau, der Rapsfelder immer mehr verdrängte, könnte an einem Kipppunkt angelangt sein. Damit könnten sich die Ackerbäuerinnen und Ackerbauern wieder mehr auf die Fruchtfolgevorteile der Rapspflanzen besinnen.

US-Farmer bauen wieder mehr Soja an

Um für die Unwägbarkeiten des Marktes besser gewappnet zu sein, erwägt die Führungsspitze der Erzeugergemeinschaft für Qualitätsraps, sich auch für andere Produkte zu öffnen. Mit Hilfe einer Grafik wurde deutlich gemacht, welchen extremen Schwankungen die Rapspreise unterliegen. Um auf dem Laufenden zu bleiben, plant die Erzeugerorganisation, ihre Mitglieder künftig per WhatsApp zu informieren.

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Andreas Forster aus St. Veit bei Pleinfeld berichtete, dass die Sperrung der Straße von Hormus sich in mehrfacher Hinsicht auf den Markt für Raps auswirkt. Einerseits gab es weltweit eine gute Ernte, während andererseits Raps das teuer gewordene Öl ersetzen könne. Auch habe der Irankrieg den Harnstoff-Stickstoff erheblich verteuert. US-Farmer hätten deshalb darauf reagiert und bauen wieder mehr Soja an, der weniger Harnstoff braucht. Dies mache es sehr schwer, die Preisentwicklung für Raps vorherzusagen. Derzeit gebe es Angebote für Kaufkontrakte in Höhe von rund 46 Euro pro Doppelzentner.

Schädlinge könnten Ernteaussichten dezimieren

Trotz der aktuellen, eher winterlichen Witterung müssen die Landwirtinnen und Landwirte ihre Rapsfelder im Auge behalten.
Die Gefahr besteht, dass Schädlinge wie die Erdflöhe, der große Stengelrüssler und der gefleckte Kohltriebrüssler, die in wenigen Wochen zu erwartende Ernte erheblich dezimieren. Martin Mutterer, Vertriebsberater bei der Firma Bayer, informierte über ein neues Verfahren. Mit diesem soll die Schwelle im Auge behalten werden, ab der Bekämpfungsmaßnahmen sinnvoll sind.
Es handelt sich um „MagicTrap2”, das die Zahlen der einfliegenden Schädlinge digital erfasst. Einige Anbauer in der Region arbeiten bereits mit dem neuen Verfahren, das die bisherigen Gelbschalen ablösen könnte. Per Handy erfährt der Landwirt, wann Bekämpfungen nötig sind.

Die Rapspflanzen schießen in die Höhe, und so werden bald wieder die gelb blühenden Rapsfelder in der Landschaft leuchten und die Bienen anlocken. (Foto: Fritz Arnold)
Die Rapspflanzen schießen in die Höhe, und so werden bald wieder die gelb blühenden Rapsfelder in der Landschaft leuchten und die Bienen anlocken. (Foto: Fritz Arnold)
Die Rapspflanzen schießen in die Höhe, und so werden bald wieder die gelb blühenden Rapsfelder in der Landschaft leuchten und die Bienen anlocken. (Foto: Fritz Arnold)
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