Das Open-Beatz-Festival bei Herzogenaurach reagiert auf in der Techno-Szene gegen einzelne DJs erhobene Vorwürfe und streicht betroffene Acts aus dem Line-up für 2026. Das teilten die Veranstalter am Montag via Instagram mit.
Seit Tagen kursieren in Szenekreisen Anschuldigungen des Instagram-Users „bradnolimit“. Dieser bezeichnet sich selbst als ehemaliger Partner der Management-Agentur Steer. In seinen Postings wirft er einigen Hard-Techno-Künstlern übergriffiges Verhalten und Machtmissbrauch vor. Dazu teilt der Account unzählige Storys und Chats mit nicht verifizierten Behauptungen.
In der Techno-Szene sorgt das für erheblichen Tumult. Zahlreiche Festivals haben inzwischen Künstler, die im Zentrum der Vorwürfe stehen, gecancelt. Am Montag äußerte sich auch das Open Beatz, eines von Deutschlands größten Festivals für Electronic Dance Music. Dort sollten zur nächsten Ausgabe auch jetzt in den Fokus geratene Künstler auftreten. „Auch wenn uns zum jetzigen Zeitpunkt keine abschließend geprüften Erkenntnisse vorliegen, nehmen wir Hinweise dieser Art sehr ernst”, heißt es in einer verbreiteten Mitteilung.
Das Open Beatz stehe für Respekt, Sicherheit, Gleichberechtigung und ein geschütztes Umfeld. Deshalb seien die betroffenen Acts „bis zur weiteren Klärung” von der Liste der für 2026 geplanten Artists entfernt worden. „Wir werden die Situation sorgfältig prüfen und informieren, sobald belastbare Informationen vorliegen.” Namen nennt das Festival nicht. Generell gilt die Unschuldsvermutung.
Für die entstandenen Lücken im Line-up für das Festival vom 24. bis 26. Juli werde man sich um einen „würdigen Ersatz” bemühen.