Die Polizeiinspektion Ansbach ermittelt wegen einer Serie sexueller Belästigungen im Stadtgebiet Ansbach. Opfer waren überwiegend ältere Frauen.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Ansbacher Polizei besteht zwischen mehreren Fällen ein deutlicher Zusammenhang. Die Personenbeschreibungen der Geschädigten, sowie die Vorgehensweise des bislang unbekannten Mannes stimmen weitgehend überein.
Der letzte Vorfall ereignete sich am Donnerstag, 27. August, gegen 15.45 Uhr, in der Glaßstraße. Hier wurde eine 70-jährige Frau von einem Unbekannten angesprochen. Als sie das Gespräch beenden und weitergehen wollte, berührte der Mann sie unsittlich. Er flüchtete in Richtung Oberhäuserstraße.
Am selben Tag, gegen 17.15 Uhr, wurde eine weitere ältere Frau im Nußbaumweg angesprochen. Im Verlauf des Gesprächs berührte der Unbekannte die Frau und äußerte sich laut Polizeibericht in vulgärer, sexualisierter Weise.
Bereits am Samstag, 15. August, sowie am Freitag, 28. August, hatte es weitere Vorfälle gegeben. In einem Fall wurde eine Frau in der Öffentlichkeit in anzüglicher und sexuell beleidigender Weise angesprochen. In einem weiteren Fall zeigte sich der Mann einer älteren Frau gegenüber in exhibitionistischer Weise.
Am Dienstag, 25. August, war eine 86-jährige Frau im Bereich der Louis-Schmetzer-Straße auf dem Weg zum Einkaufen von einem unbekannten Mann verfolgt und wiederholt bedrängt worden. Er umarmte die Frau, küsste sie mehrfach auf die Wange und berührte sie unsittlich.
Auf Basis der Zeugenaussagen sucht die Polizei einen Mann im Alter von etwa 55 bis 65 Jahren. Er ist zwischen etwa 1,65 und 1,70 Meter groß und von kräftiger, untersetzter Statur.
Auffällig sind seine kurzen, grau melierten, wuscheligen Haare, ein teilweise vorhandener Drei-Tage-Bart und ein deutlich hervortretender Bauch. Der Mann wirkt nach den bisherigen Angaben gepflegt und spricht gutes Deutsch, teilweise mit fränkischem Akzent. Er bewegt sich zu Fuß und trägt unauffällige, sportliche Kleidung.
Sollten erneut Frauen von dem bislang unbekannten Mann bedrängt oder in anderer Weise angegangen werden, werden sie gebeten, umgehend den Polizeinotruf 110 zu verständigen, damit schnellstmöglich Fahndungsmaßnahmen eingeleitet werden können. Die Polizei bittet ausdrücklich darum, auch bislang nicht gemeldete Vorfälle nachträglich anzuzeigen.
Die Inspektion Ansbach fordert Personen, die den beschriebenen Mann erkennen oder Hinweise zu seiner Identität geben können, auf, sich unter der Telefonnummer 0981/35765740 zu melden.