Shoppingnacht in Ansbach: Wie die Geschäftswelt Frühlingsgefühle wecken will | FLZ.de | Stage

arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 05.03.2026 08:30

Shoppingnacht in Ansbach: Wie die Geschäftswelt Frühlingsgefühle wecken will

Nach der Auflösung von City-Marketing haben sich die Einzelhändlerinnen und Einzelhändler mit gemeinsamen Aktionen schwergetan. Doch seit einiger Zeit kommt Schwung in die Sache und die lange Einkaufsnacht am Samstag, 7. März, könnte das nun krönen.

Etwa 90 Geschäfte in Ansbach werden bis 22 Uhr geöffnet haben, einige weitere zumindest bis in den Abend hinein. Und es ist für ein buntes Programm gesorgt.

Bei der ersten Einkaufsnacht außerhalb des Adventsim Sommer vergangenen Jahres wirkte manches noch bemüht. Viele Geschäfte in der Innenstadt zogen nicht mit. Im Dezember war die Resonanz deutlich besser.

Und diesmal lief das Orgateam offene Türen ein, freute sich Daniel Stiegler bei der Vorstellung des Programms. Der Geschäftsführer der BGU ist einer der Motoren der Einkaufsnacht. Unterstützung hatte er unter anderem von Manuela Trapp (Lustobjekte) und Elke Knöbl (Goldschmiede Knöbl) aus der Innenstadt sowie von Selina Herzog aus dem Management des Brücken-Centers und Christoph Albrecht, dem Wirtschaftsförderer der Stadt Ansbach. „Aber das waren nicht nur wir”, betont Manuela Trapp. „Jeder hat seinen Anteil geleistet.”

Selbst die Filialisten ziehen mit

Neben vielen Geschäften in der Altstadt und dem kompletten Brücken-Center sind die BGU in Brodswinden, Möbel Pilipp in Eyb und das Fahrradfachgeschäft „Cube Store” in der Rothenburger Straße als Shopping-Attraktionen ebenfalls dabei. Es ist gelungen, auch Filialisten wie Wöhrl, „H&M” oder „Ernsting's Family” zu gewinnen, die in der Vergangenheit zögerlich waren. Die Stadtbücherei am Karlsplatz zieht ebenfalls mit und hat bis abends geöffnet.

Eine Liste auf der Internetseite der Stadt gibt einen Überblick, welche Geschäfte geöffnet haben werden. Es werden aber noch mehr sein, denn einige sind erstmal vorsichtig dabei. Sie wollen die Option haben, früher zuzusperren, sollte wenig los sein. Wenn es gut läuft, werden sie spätestens beim nächsten Mal ebenfalls bis zum Ende dabei sein, ist Stiegler überzeugt.

Feuershows in der Altstadt waren eines der Highlights für Besucherinnen und Besucher. (Foto: Zeynel Dönmez)
Feuershows in der Altstadt waren eines der Highlights für Besucherinnen und Besucher. (Foto: Zeynel Dönmez)

Lange Einkaufsnacht in Ansbach: Shoppingbummel mit dem gewissen Etwas

Die Altstadt und das Brücken-Center waren bei der Langen Einkaufsnacht gut besucht. Was für die Kundinnen und Kunden geboten war.

Das Wetter hat das Orgateam jedenfalls auf seiner Seite und das Motto „Frühlingsgefühle“ passt bestens zu den sprunghaft gestiegenen Temperaturen. Der Termin Anfang März ist bewusst gewählt, weil die Bekleidungsläden ihre Frühjahrsware in den Regalen haben. Im Gartenbereich des Heimwerkermarktes startet die neue Saison ebenso wie für alle, die Outdoorsport machen. Und auch in anderen Segmenten locken die Frühjahrskollektionen.

Bühnenshows und Rabatte

Neben den verlängerten Öffnungszeiten können sich die Besucherinnen und Besucher auf unterschiedliche Angebote freuen. Das Glas Sekt, während man verschiedene Outfits anprobiert, ein Kaffeegutschein oder ein Rabatt als Bonus auf den Einkauf, Livemusik im Laden, ein Kinderbasar. Auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz bauen Mountain Sports und Radhaus gemeinsam einen Testparcours für Fahrräder auf. Im Brücken-Center sind um 14, 16, 18 und 20 Uhr Modenschauen zu sehen.

Und in der Innenstadt? Die Bauchtanzgruppe Lunamar tritt um 17 Uhr auf dem Fermoplatz in der Neustadt und um 18 Uhr auf dem Martin-Luther-Platz auf. Für 19.30 Uhr ist in der Neustadt eine LED-Artistic-Show geplant und um 21 Uhr gibt es dort eine Feuershow zu bestaunen. Das LED-Artistic-Programm ist um 20.30 Uhr nochmals auf dem Martin-Luther-Platz zu erleben. Verkleidete Figuren werden durch die Straßen streifen, der Markgraf des Heimatvereins ist mit seinem Hofstaat im Kostüm unterwegs. An mehreren Stationen werden die Besucherinnen und Besucher verpflegt.

Für Daniel Stiegler ist die Einkaufsnacht ein klares Zeichen nach außen: „Wir sind attraktiv.” Die Geschäftsleute würden mitziehen, weil ihnen der Abend die Möglichkeit gibt, Kundschaft zu gewinnen. Aber auch, weil es eine Möglichkeit ist, sich zu präsentieren. „Das ist für uns auch wie eine Messe. Da kommen die Menschen aus dem Umland und sehen, was in Ansbach alles geht.”

Volle Gassen erhoffen sich Stadt und Einzelhandel bei den bis zu zwölf möglichen Einkaufsnächten im nächsten Jahr. Auch heuer soll es noch ein solches Event geben. Geplant ist es für den 6. Dezember. (Archivbild: Jim Albright)
Volle Gassen erhoffen sich Stadt und Einzelhandel bei den bis zu zwölf möglichen Einkaufsnächten im nächsten Jahr. Auch heuer soll es noch ein solches Event geben. Geplant ist es für den 6. Dezember. (Archivbild: Jim Albright)

Zwölf lange Einkaufsnächte für Ansbach 2026: Stadt genehmigt so viele wie möglich

Belebung der Innenstadt oder Belastung für Familien? Im Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrates gab es nicht nur Befürworter der neuen Regelung.

Für Wirtschaftsförderer Christoph Albrecht ist die Einkaufsnacht eine Aktion, so wie sie sein soll. Die Initiative ging von den Händlerinnen und Händlern aus. Die Stadt griff unterstützend unter die Arme beispielsweise bei der Plakatierung. „Wir hatten so viel Rücklauf wie lange nicht”, freut sich Albrecht.

Das neue Ladenschlussgesetz erlaubt anlasslose Einkaufsnächte. Neben dem 7. März hat der Stadtrat den 17. Juli, den 26. September (Grüne Nacht) und den 5. Dezember festgelegt. Ob wirklich an allen vier Terminen eine Gemeinschaftsaktion laufen wird, steht noch nicht fest.

Bei weiteren Events kann das Orgateam dann die Idee eines Shuttlebusses aus der Schublade holen. Diesmal hat man darauf verzichtet, weil das Ein- und Aussteigen nur an den üblichen Haltestellen zulässig gewesen wäre. Für eine Ausnahmegenehmigung war die Zeit zu knapp.

Freuen sich auf die erste Einkaufsnacht im März (von links): Daniel Stiegler (BGU), Elke Knöbl (Goldschmiede Knöbl), Manuela Trapp (Lustobjekte), Selina Herzog (Brücken-Center) und Christoph Albrecht (Wirtschaftsförderung Stadt Ansbach). (Foto: Robert Maurer)
Freuen sich auf die erste Einkaufsnacht im März (von links): Daniel Stiegler (BGU), Elke Knöbl (Goldschmiede Knöbl), Manuela Trapp (Lustobjekte), Selina Herzog (Brücken-Center) und Christoph Albrecht (Wirtschaftsförderung Stadt Ansbach). (Foto: Robert Maurer)
Freuen sich auf die erste Einkaufsnacht im März (von links): Daniel Stiegler (BGU), Elke Knöbl (Goldschmiede Knöbl), Manuela Trapp (Lustobjekte), Selina Herzog (Brücken-Center) und Christoph Albrecht (Wirtschaftsförderung Stadt Ansbach). (Foto: Robert Maurer)
north