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Veröffentlicht am 12.02.2026 07:02, aktualisiert am 12.02.2026 12:02

Siemens hebt die Prognose und überholt SAP

Siemens-Chef Roland Busch hat Grund zur Freude: Geschäftszahlen und Aktienkurs entwickeln sich gut. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Siemens-Chef Roland Busch hat Grund zur Freude: Geschäftszahlen und Aktienkurs entwickeln sich gut. (Foto: Sven Hoppe/dpa)
Siemens-Chef Roland Busch hat Grund zur Freude: Geschäftszahlen und Aktienkurs entwickeln sich gut. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

Nach einem starken Start in das Geschäftsjahr ist Siemens wieder das wertvollste Unternehmen im Dax. Nachdem der Konzern gute Zahlen für das von Oktober bis Dezember gehende erste Geschäftsquartal vorlegte und seine Prognose für das laufende Jahr erhöhte, stieg die Aktie am Vormittag um mehr als 6 Prozent. Damit überholte Siemens bei der Marktkapitalisierung - also dem zusammengezählten Wert aller Aktien - erneut SAP, dessen Kurs nur leicht gestiegen war.

Im ersten Geschäftsquartal machten die Münchner 2,22 Milliarden Euro Gewinn. Das ist zwar weniger als vor einem Jahr, als unter dem Strich 3,87 Milliarden standen. Damals enthielten die Zahlen allerdings einen massiven positiven Sondereffekt von 2,1 Milliarden aus dem Verkauf des Elektromotorenherstellers Innomotics. Betrachtet man nur den besser vergleichbaren Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten, ergibt sich ein kräftiger Anstieg um knapp ein Viertel.

Wie Siemens-Chef Roland Busch die Zahlen bewertet, ist eindeutig: „Nach einem starken Start ins Geschäftsjahr heben wir unseren Ausblick an.“ Konkret rutscht die Spanne für den Gewinn pro Aktie um ein Stück nach oben.

Busch: Wertverlust von SAP absolut unerfreulich

Das Rennen um den Titel des wertvollsten Unternehmens unter den 40 Mitgliedern des deutschen Börsen-Leitindex Dax kommentierte Busch mit gemischten Gefühlen: Er freue sich über die Entwicklung von Siemens, der Wertverlust von SAP sei dagegen absolut unerfreulich. Man brauche ein starkes SAP.

Mit der seit Jahren positiven Entwicklung der Aktie hatte Busch es am Vormittag auch bei der Hauptversammlung des Unternehmens leicht. Vor rund 3.500 Aktionären und Gästen konnte er vorrechnen, dass Siemens in den vergangenen Jahren sehr viel schneller an Wert gewonnen habe als der DAX.

Den größten Beitrag zum aktuellen Ergebnis lieferte erneut die boomende Sparte Smart Infrastructure, die um 18 Prozent auf 1,05 Milliarden zulegte. Sie profitiert unter anderem vom Aufbau von Rechenzentren. Der Auftragseingang hier sei im ersten Quartal „herausragend“ gewesen, sagte der scheidende Finanzchef Ralf P. Thomas.

Deutliche Erholung im Automatisierungsgeschäft

Inzwischen verbessert sich auch die Situation bei der zuletzt schwächelnden Sparte Digital Industries. Hier sprang das Ergebnis um 37 Prozent auf 804 Millionen Euro. Dabei half vor allem die Erholung im zuletzt schwachen Automatisierungsgeschäft - insbesondere in China. Auch die Auftragseingänge zogen mit einem Plus von 15 Prozent deutlich an. Die Nachfrageschwäche scheint sich hier aufzulösen. Auch Finanzchef Thomas zeigte sich „verhalten optimistisch“ - allerdings hänge viel von der Stimmung der Kunden ab, die angesichts der aktuellen Weltlage schwanke.

Die kleinste der drei Sparten, Mobility, läuft ebenfalls rund. Das Ergebnis stieg um 15 Prozent auf 286 Millionen. Konzernweit stiegen zudem Umsatz und Auftragseingang auf 19,1 Milliarden und 21,4 Milliarden Euro. Nominell sind das Zuwächse um 4 Prozent beziehungsweise 7 Prozent.

„Siemens ist in seinen Wachstumsmärkten sehr gut positioniert“, betont Konzernchef Busch. Künstliche Intelligenz sei ein starker Wachstumstreiber. „Indem wir KI tief in Design, Entwicklung, Produkten und Betrieb integrieren, schaffen wir messbaren Mehrwert für unsere Kunden.“

© dpa-infocom, dpa:260212-930-675826/3


Von dpa
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