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Veröffentlicht am 09.02.2026 15:03, aktualisiert am 09.02.2026 15:27

Ski-Duo Jocher und Straßer verpasst Medaille deutlich

Zu wenig für eine Medaille: Linus Straßer nach dem Slalom. (Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa)
Zu wenig für eine Medaille: Linus Straßer nach dem Slalom. (Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa)
Zu wenig für eine Medaille: Linus Straßer nach dem Slalom. (Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa)

Die deutschen Skirennfahrer Simon Jocher und Linus Straßer haben eine Olympia-Medaille in der Team-Kombination klar verpasst. Dem Duo fehlten bei dem aus Abfahrt und Slalom bestehenden Wettkampf in Bormio 0,7 Sekunden auf die Podestplätze. Es belegte schließlich Rang zehn.

Gold ging an den Schweizer Abfahrts-Olympiasieger Franjo von Allmen und den starken Tanguy Nef. Den Silberrang teilten sich zwei zeitgleiche Duos: der Schweizer Superstar Marco Odermatt mit Slalom-Weltmeister Loic Meillard und der Österreicher Vincent Kriechmayr mit Manuel Feller. Die Italiener Giovanni Franzoni und Alex Vinatzer fielen noch von Platz eins auf sieben zurück.

Die lange Durststrecke der deutschen Skirennfahrer bei Olympia geht damit weiter: Die bis dato letzte reine Männer-Medaille holte Markus Wasmeier als Doppel-Olympiasieger 1994 in Lillehammer. Vor vier Jahren in Peking aber waren Straßer sowie Alexander Schmid und Julian Rauchfuß immerhin Teil des Parallel-Events, bei dem es für die Mixed-Auswahl Silber gab.

Jocher übergibt an Position elf liegend

Am Vormittag hatte Jocher in der Abfahrt vorgelegt und dabei - anders als noch im Einzelrennen auf der berüchtigten Stelvio-Piste - überzeugt. „Heute bin ich definitiv zufriedener als nach der Spezialabfahrt“, sagte er. Die Strecke habe sich schwieriger und eisiger angefühlt als noch zwei Tage zuvor. „Ich mag, wenn es dir die Ski um die Ohren haut“, erzählte der Garmischer.

Jocher war 1,33 Sekunden langsamer als der Schnellste, der Italiener Franzoni. Auf einen Podestrang fehlte gut eine Sekunde. Diesen Rückstand also hätte Straßer aufholen müssen, damit es trotzdem zu einer Medaille reicht.

Der WM-Dritte im Slalom begann entschlossen und risikofreudig, nach einem Fehler verlor er im flachen Schlussabschnitt dann aber noch viel Zeit. „Das war der leichteste Hang, den ich jemals auf dem Niveau gefahren bin“, sagte Straßer. Entsprechend schwierig sei es gewesen, Zeit reinzuholen. Für eine Medaille hätten Jocher und er beide einen „wahnsinnig guten Tag“ gebraucht.

Deutsches Frauen-Duo als Mitfavoritinnen

Die Team-Kombination feierte im vergangenen Jahr in Saalbach-Hinterglemm in Österreich ihre WM-Premiere. Bei den Winterspielen in Italien gehört sie nun auch erstmals zum olympischen Programm. Ein Athlet bestreitet die Abfahrt, ein anderer den Slalom. Anschließend werden beide Zeiten addiert.

Am Dienstag (10.30/14.00 Uhr/ZDF und Eurosport) sind die Frauen in Cortina d'Ampezzo an der Reihe. Dann gehören Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann zu den Mitfavoritinnen: Abfahrts-Silbermedaillengewinnerin Aicher wird aber im Slalom antreten und der Teamkollegin den Speed-Teil überlassen.

© dpa-infocom, dpa:260209-930-661801/3


Von dpa
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