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Veröffentlicht am 19.06.2026 06:03

So bewahren Biker einen kühleren Kopf

Hitzetipp: Lieber eine längere Landstraßenstrecke mit Fahrtwind wählen, als in einen möglichen Stau auf der Autobahn zu geraten. (Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn)
Hitzetipp: Lieber eine längere Landstraßenstrecke mit Fahrtwind wählen, als in einen möglichen Stau auf der Autobahn zu geraten. (Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn)
Hitzetipp: Lieber eine längere Landstraßenstrecke mit Fahrtwind wählen, als in einen möglichen Stau auf der Autobahn zu geraten. (Foto: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn)

Klar, im Sommer kennt das Thermometer oft nur eine Richtung – nach oben. Und gerade Motorradfahrende sind dem Wetter naturgemäß stärker ausgesetzt als Autofahrer im oft klimatisierten Innenraum. Auf der Maschine, mit Schutzkleidung und Helm wird’s schnell mehr als muckelig warm - vor allem, wenn im Stau der Fahrtwind fehlt.

Hohe Temperaturen stellen für Motorradfahrer eine erhebliche Belastung dar, warnt das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Sie können Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Leistungsvermögen beeinträchtigen. Ein paar Tipps helfen, etwas runterzukühlen:

  • Planbare Touren möglichst in die Morgen- oder Abendstunden legen. Die größte Hitzebelastung zwischen 13.00 und 17.00 Uhr lässt sich so oft vermeiden.
  • Route anpassen: Lieber eine längere Landstraßenstrecke mit Fahrtwind als in einen möglichen Stau auf der Autobahn zu geraten - moderne Navis helfen bei der Planung und informieren über Staus.
  • Regelmäßige Kühlpausen: Nicht erst anhalten, wenn man sich schlapp fühlt, sondern vorbeugend circa alle 60 Minuten.
  • Warnzeichen deuten und reagieren: Schwindel, Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme oder Muskelkrämpfe können erste Anzeichen von Überhitzung oder Flüssigkeitsmangel sein. Dann sollte die Fahrt unterbrochen werden.

Schon vor dem Losfahren sollte man ausreichend trinken. „Wer schon leicht dehydriert losfährt“, so Matthias Haasper vom ifz, „kann den Flüssigkeitsverlust unterwegs kaum ausgleichen“. Grundsätzlich solle man bereits vor dem Durstgefühl regelmäßig trinken. Denn auch Flüssigkeitsmangel führt zu Konzentrationsverlust und Ermüdung. 

Tipp gerade für einen Stau: Getränke im Tankrucksack parat haben. Wer nur im Stop-and-go vorankommt, sollte den nächsten Parkplatz nutzen, um sich auszuruhen. „Bei längeren Standzeiten und großer Hitze kann es hilfreich sein, mit entsprechendem Abstand den Schatten eines Lkw zu nutzen“, hat Haasper einen weiteren Tipp parat.

Die Motorradkleidung für den Sommer - luftig, aber sicher

Auch mit entsprechender Kleidung kann es auf dem Bike erträglicher werden, ohne auf den Schutz herkömmlicher Ausrüstung verzichten zu müssen. Zum Beispiel gibt es Sommer-Motorradbekleidung mit Mesh-Einsätzen oder Belüftungsöffnungen. Diese böten Schutz und gute Luftzirkulation zugleich. Und auch ein heller Helm mit guter Belüftung trägt zur Reduzierung der Wärmebelastung bei. So verweist Haasper auf Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt). Die zeigten Temperaturunterschiede von mehreren Grad gegenüber dunklen Helmen.

Aber generell gilt: Auf Schutzkleidung sollte auch bei hohen Temperaturen nicht verzichtet werden. „Im Stillstand bei Stau darf natürlich die Bekleidung etwas gelüftet werden“, so Haasper.

© dpa-infocom, dpa:260619-930-247401/1


Von dpa
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