Klar, im Sommer kennt das Thermometer oft nur eine Richtung – nach oben. Und gerade Motorradfahrende sind dem Wetter naturgemäß stärker ausgesetzt als Autofahrer im oft klimatisierten Innenraum. Auf der Maschine, mit Schutzkleidung und Helm wird’s schnell mehr als muckelig warm - vor allem, wenn im Stau der Fahrtwind fehlt.
Hohe Temperaturen stellen für Motorradfahrer eine erhebliche Belastung dar, warnt das Institut für Zweiradsicherheit (ifz). Sie können Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Leistungsvermögen beeinträchtigen. Ein paar Tipps helfen, etwas runterzukühlen:
Schon vor dem Losfahren sollte man ausreichend trinken. „Wer schon leicht dehydriert losfährt“, so Matthias Haasper vom ifz, „kann den Flüssigkeitsverlust unterwegs kaum ausgleichen“. Grundsätzlich solle man bereits vor dem Durstgefühl regelmäßig trinken. Denn auch Flüssigkeitsmangel führt zu Konzentrationsverlust und Ermüdung.
Tipp gerade für einen Stau: Getränke im Tankrucksack parat haben. Wer nur im Stop-and-go vorankommt, sollte den nächsten Parkplatz nutzen, um sich auszuruhen. „Bei längeren Standzeiten und großer Hitze kann es hilfreich sein, mit entsprechendem Abstand den Schatten eines Lkw zu nutzen“, hat Haasper einen weiteren Tipp parat.
Auch mit entsprechender Kleidung kann es auf dem Bike erträglicher werden, ohne auf den Schutz herkömmlicher Ausrüstung verzichten zu müssen. Zum Beispiel gibt es Sommer-Motorradbekleidung mit Mesh-Einsätzen oder Belüftungsöffnungen. Diese böten Schutz und gute Luftzirkulation zugleich. Und auch ein heller Helm mit guter Belüftung trägt zur Reduzierung der Wärmebelastung bei. So verweist Haasper auf Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt). Die zeigten Temperaturunterschiede von mehreren Grad gegenüber dunklen Helmen.
Aber generell gilt: Auf Schutzkleidung sollte auch bei hohen Temperaturen nicht verzichtet werden. „Im Stillstand bei Stau darf natürlich die Bekleidung etwas gelüftet werden“, so Haasper.
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