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Veröffentlicht am 08.05.2026 14:08

So halten frische Kräuter aus dem Topf länger

Kräuter brauchen zum Wachsen ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Kräuter brauchen zum Wachsen ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)
Kräuter brauchen zum Wachsen ausreichend Wasser, Licht und Nährstoffe. (Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn)

Petersilie, Basilikum, Rosmarin oder Thymian machen ein Gericht oft erst so richtig rund. Wer die Kräuter als Topfpflanzen im Laden kauft, sollte ihnen die richtige Pflege schenken, um möglichst lange Freude daran zu haben. Worauf genau kommt es an? 

1. Umzug in einen neuen Topf

Damit die Topfpflanzen nicht so schnell eingehen, sollte man die Kräuter nicht direkt nach dem Kauf ernten. Besser ist es, die Pflanzen erst umzutopfen - entweder in einen größeren Topf oder auf mehrere Töpfe verteilt. Dazu rät Marina Knust von der Verbraucherzentrale NRW. Der Grund: Dann bekommen die Wurzeln mehr Platz zum Wachsen. 

Übrigens: Staunässe vertragen Kräuter - genauso wie viele andere Pflanzen - nicht so gut. Um sie zu vermeiden, sollte der neue Topf also Abflusslöcher haben.

2. Wasser, Licht und Dünger richtig dosieren

Wasser, Licht und Nährstoffe - all das brauchen Kräuter, um üppig zu wachsen. Zu wenig davon ist schlecht, zu viel aber mitunter auch. 

  • Um Wurzelfäule zu vermeiden, sollte man die Kräuter am besten immer erst gießen, wenn die obere Erdschicht trocken ist. Einfach mit dem Finger fühlen. Die Erde sollte Knust zufolge immer leicht feucht, aber nicht nass sein.
  • Zu wenig Licht lässt ihre Blätter blass werden. Zu viel davon kann zu braunen oder verwelkten Blättern führen. Oft ist daher ein Platz mit indirektem Licht - etwa auf der Fensterbank oder dem Balkon ideal.
  • Kräuter, die einen leicht sauren Boden mögen, kann man mit etwas Kaffeesatz düngen - etwa Petersilie, Basilikum oder Minze. Den Kaffeesatz kann man direkt auf die Topferde geben. Da dieser seine Nährstoffe nur langsam frei gibt, ist laut Nabu Bremen ein Überdüngen kaum möglich. Der Kaffeesatz muss vorher aber gut trocknen, um Schimmel zu vermeiden. Vorsicht: Kalkliebende, mediterrane Kräuter wie Bohnenkraut, Salbei und Lavendel vertragen keinen Kaffeesatz.

3. Richtig ernten 

Wer Kräuter erntet, sollte Knust zufolge eine Schere oder ein Messer verwenden. Um Verletzungen zu vermeiden, also niemals ein Pflanzenteil mit den Fingern abknipsen.

Bei vielen Kräutern fördert ein gut platzierter Schnitt übrigens das Wachstum:

  • Damit Basilikum buschig wächst, kann man etwa die Triebspitzen oberhalb der Blattpaare abschneiden.
  • Bei Petersilie immer erst die äußeren Stiele ernten.
  • Beim Thymian unbedingt nur die jungen, unverholzten Triebe abschneiden.
  • Bei Minze kann man eine Handbreit über der Erde ganze Stängel abschneiden. 
  • Bei Schnittlauch sollte man die Halme etwa zwei bis drei Zentimeter über der Erde abschneiden.
  • Beim Koriander kann man einzelne Blätter ernten oder ganze Triebe bodennah entfernen.

© dpa-infocom, dpa:260508-930-53262/1


Von dpa
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