Aufmerksamen Verkehrsteilnehmern ist es bereits aufgefallen: An der Staatsstraße 2245 wurden im Wäldchen zwischen den Abzweigungen nach Walburgswinden und Oberschlauersbach Bäume entfernt.
Wie das Staatliche Bauamt bestätigt, plant der Freistaat die Fahrbahndeckensanierung auf dem Teilstück zwischen der Grenze zum Landkreis Fürth und Oberschlauersbach und will in diesem Zuge auch zwei Unfallschwerpunkte entschärfen.
Dies sind zum einen die Kurve im Wäldchen und zum anderen der Knick weiter östlich in Richtung des Seubersdorfer Ortseingangs. Bereits im Frühjahr soll es losgehen. Für die neue Trassenführung musste ein Teil der Vegetation weichen. Da aus Gründen des Artenschutzes Rodungen nur außerhalb der Vegetationsperiode durchgeführt werden dürfen, erfolgten diese vorschriftsgemäß bereits im Februar.
Die Fahrbahnsanierung auf dem rund fünf Kilometer langen Teilstück soll im Frühjahr beginnen und bis zum Winter abgeschlossen sein. Investiert werden voraussichtlich drei Millionen Euro.
Das Thema beschäftigt die zuständigen Stellen bereits seit über 40 Jahren. Die Hochstraße zwischen Oberdachstetten und Seubersdorf ist nicht nur außergewöhnlich uneben und wurde oft ausgebessert, im Bereich des Dietenhofener Gemeindegebiets gilt sie auch als gefährlich. Kreuze am Straßenrand zeugen von Unfällen mit tödlichem Ausgang.
Gerne hätte das Staatliche Bauamt die Hochstraße auf dem kompletten Abschnitt zwischen der Grenze zum Landkreis Fürth und Oberdachstetten voll ausgebaut. Dies bedeutet, dass nicht nur die Asphaltschichten, sondern auch der Unterbau erneuert werden. Dabei sollten auch Fahrbahnbreite und die Trassierung verbessert werden.
Dies hätte jedoch einiges an Grunderwerb notwendig gemacht. „Aufgrund der Tatsache, dass zwischenzeitlich der Freistaat Bayern und auch die beteiligten Kommunen an den Grunderwerbsverhandlungen gescheitert sind, wurde gemeinsam beschlossen, das Projektvorhaben einzustellen“, teilt das Staatliche Bauamt mit.
Der Zustand der Fahrbahn erzeuge jedoch nach wie vor einen Handlungsbedarf an der Strecke, so dass mit den beteiligten Kommunen vereinbart wurde, zumindest eine Erhaltungsmaßnahme in mehreren Teilabschnitten durchzuführen.
Da die Flächen an den unfallträchtigen Kurven in Dietenhofen bereits im Besitz des Freistaats sind, kann in diesem Zuge die Entschärfung erfolgen. Das Ziel ist, „die derzeit sehr unstete Linienführung an den Bestand anzugleichen und zu harmonisieren, um so die Verkehrssicherheit zu erhöhen.“
Die Dietenhofener Gemeindeverwaltung wurde bereits informiert. Bürgermeister Rainer Erdel gab dem Marktgemeinderat einen Sachstandsbericht und freute sich außerordentlich über die bevorstehende Verbesserung. Erdel liegt das Thema sehr am Herzen.
Bereits auf der Bürgerversammlung im vergangenen Jahr hatte er berichtet, dass er die Probleme durch die unebene Fahrbahndecke und vor allem durch die gefährlichen Kurven mehrfach gegenüber den verantwortlichen Stellen zur Sprache gebracht und auf Deeskalation gedrängt habe.
Dass nun etwas passiert, rechnet er unter anderem seiner Beharrlichkeit zu: „Steter Tropfen höhlt tatsächlich den Stein“, freute sich Erdel. In den kommenden Jahren soll voraussichtlich der nächste Teilabschnitt westlich von Neudorf an die Reihe kommen.