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Veröffentlicht am 04.04.2026 10:24

Spatenstich für viele Kilometer Glasfaser in Markt Erlbach

Symbolischer Spatenstich für den Glasfaserausbau: Ratsmitglieder und die Verwaltung von Markt Erlbach sowie Vertreter der Firmen GlasfaserPlus und Walter Bauer freuten sich auf die Maßnahme. (Foto: Ulli Ganter)
Symbolischer Spatenstich für den Glasfaserausbau: Ratsmitglieder und die Verwaltung von Markt Erlbach sowie Vertreter der Firmen GlasfaserPlus und Walter Bauer freuten sich auf die Maßnahme. (Foto: Ulli Ganter)
Symbolischer Spatenstich für den Glasfaserausbau: Ratsmitglieder und die Verwaltung von Markt Erlbach sowie Vertreter der Firmen GlasfaserPlus und Walter Bauer freuten sich auf die Maßnahme. (Foto: Ulli Ganter)

Einen Spatenstich für den Beginn der Glasfaserverlegung gibt es auch nicht alle Tage. Dabei wird vielerorts sehnlichst auf den schnellen Internetausbau gewartet – und für die Kommunen handelt es sich trotz hoher Förderungen um einen wesentlichen Kostenfaktor.

Am Festplatz in Markt Erlbach (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) gab es deshalb nun solch einen symbolischen Spatenstich, zu dem auch der stellvertretende Landrat Hans Herold kam. Daneben belegte die Anwesenheit einiger Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, dass es sich für die Kommune um ein wichtiges Infrastrukturprojekt handelt.

„GlasfaserPlus” (und damit die Telekom) wird den Ausbau zum Teil eigenwirtschaftlich und zum Teil unterstützt von hohen Fördersummen vorantreiben. Den Tiefbau erledigt die Firma Walter Bauer. Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß und Bauamtsleiter Michael Schlag, der die nicht immer vergnügungssteuerpflichtige Aufgabe hat, die Flächengemeinde mit 32 Ortsteilen mit schnellem Internet zu versorgen, hatten eingeladen.

Große Relevant für den ländlichen Raum

Am schönsten für die Gemeinde ist es, wenn sich auch im ländlichen Raum Unternehmen finden, die den Glasfaserausbau auf eigene Rechnung angehen. Für den Kernort in Markt Erlbach gelang das. GlasfaserPlus legt für 1145 Haushalte das Kabel bis ins Haus, Downloadgeschwindigkeiten von einem Gigabit pro Sekunde können erreicht werden. Weitere 731 Adressen werden bis Mitte kommenden Jahres über das Förderprogramm erschlossen: Das bedeutet trotz hoher Förderquoten von bis zu 90 Prozent einen erheblichen finanziellen Aufwand für die Gemeinden.

Herold machte auf die Relevanz des schnellen Internets für den ländlichen Raum aufmerksam: Seine Familie versuche gerade, den Sohn aus München wieder in den Landkreis zu locken. „Er sagt ganz klar: Er braucht Glasfaser, wenn er von hier aus arbeiten soll.”

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Leitungen sind über 50 Jahre alt

Auch Gemeinderat Volker Rudolph, als Elektroingenieur selbst vom Fach, ist froh, wenn das Glasfaserkabel kommt. Zwischenzeitlich wurde die Netzgeschwindigkeit mittels Vectoring erhöht, doch „bei 50, 60 Jahre alten Telefonleitungen war das nur eine Krücke”, betonte er. Er habe zwischenzeitlich bei seinem Telekommunikationsanbieter angerufen und um eine geringere Datenleistung im Tausch gegen ein stabileres Netz gebeten. Thomas Vollrath warb um Verständnis für die Grenzen des Vectorings: Immerhin habe man damit die Nation durch die Zeiten plötzlichen Homeschoolings und Homeoffices während Corona gebracht.

Besonders viele Vorschusslorbeeren gab es für die Firma Walter Bau, die den Tiefbau übernimmt. „Bei der Verlegung der Verbundleitung für die Fernwasserversorgung in Losaurach haben wir bereits gute Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht”, freute sich die Bürgermeisterin. Denn bei der Fülle an Breitbandaufträgen erweist sich die Suche nach einem geeigneten Unternehmen für die Umsetzung zunehmend als Nadelöhr. Auch im Landkreis gingen schon verschiedentlich Firmen pleite oder die Verlegung des Kabels erfolgte so oberflächlich, dass es zu Problemen kam.

Keine optimalen Startbedingungen

Das soll mit der in Markt Erlbach tätigen Firma anders laufen, die allerdings keine super Startbedingungen hat. Denn in Markt Erlbach wird gerade die Staatsstraße in Richtung Ansbach saniert. Die zusätzliche Baustelle durch den Glasfaserausbau sorgt deshalb nicht bei allen für Freude. Kreß warb um Verständnis: „Wir haben das nicht geplant, aber wir können auch nicht sagen: ,Och nee, dann warten wir halt noch auf unbestimmte Zeit auf den Glasfaserausbau'”, betonte sie.

Florian Bauer von der Geschäftsführung der Tiefbaufirma rief die Bevölkerung dazu auf, auf seine Männer zuzugehen: Mittels Plastik- oder Metallschild sei meist die Zufahrt oder der Zugang zum eigenen Grundstück möglich. Es sei aber auch nicht auszuschließen, dass man einen halben Tag einmal nicht an sein Auto komme.

Kreß appellierte im Übrigen an die Betroffenen, den kostenlosen Hausanschluss zu beauftragen. Auch, wenn man ihn selbst nicht braucht, steigert es den Wert der Immobilie und mache sie attraktiv für spätere Nutzer und Nutzerinnen. „Später muss man den Hausanschluss teuer selbst bauen lassen.” Diesen Appell hörten die Vertreter von GlasfaserPlus natürlich gerne.


Ulli Ganter
Ulli Ganter
Redakteurin
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