Sportplatz der Ansbacher Weinbergschule wird saniert | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 19.09.2023 17:33

Sportplatz der Ansbacher Weinbergschule wird saniert

Die Sportanlage der Weinbergschule soll saniert werden. Das hat der Bauausschuss ohne Gegenstimme beschlossen. Vorbehaltlich einer Förderzusage durch die Regierung von Mittelfranken sollen die erforderlichen Mittel von 500.000 Euro in den Haushalt 2024 verbindlich eingestellt werden.

Die Anlage stammt aus den 1970er-Jahren und wurde zuletzt im Jahr 2015 überholt. Sie verfügt über einen Allwetterplatz, eine Hoch- und Weitsprunganlage sowie vier Laufbahnen. Es gibt auch eine Kugelstoß-Anlage, die jedoch nicht mehr in Benutzung ist.

Nicht nur die Grundschüler der Weinbergschule absolvieren hier ihren Sportunterricht. Auch die Pestalozzi-Schule, die 12. Klassen der Fachoberschule sowie die Montessori-Schule nutzen die Anlage. Außerdem dient der Allwetterplatz als Pausenhof für das Förderzentrum.

Zwei Laufbahnen sind gesperrt

Der Zustand der Anlage ist inzwischen besorgniserregend: Weil die Wurzeln großer Bäume den Untergrund verdrückt haben, sind zwei der vier Laufbahnen gesperrt. Außerdem ist die Beschichtung flächig abgenutzt. Abplatzungen, Kanten und Spalten stellen eine Verletzungsgefahr dar. Am Allwetterplatz sind durch Absackungen größere Pfützen entstanden, auch hier ist die Beschichtung teilweise defekt. An der Weitsprunggrube stellen flächige Unebenheiten eine Gefahr dar. Die Entwässerungs-Einrichtungen sind nicht mehr voll funktionsfähig.

Die Sanierungskosten belaufen sich auf 460.000 Euro, zuzüglich 40.000 Euro Planungskosten. Bei einem Fördersatz von 55 Prozent ist mit einer Förderung in Höhe von 254.000 Euro durch den Freistaat zu rechnen.

Die Grünen-Stadträtin Sabine Stein-Hoberg sorgte sich, dass die großen Bäume an der Laufbahn bei der Sanierung Schaden nehmen könnten, und fragte, ob man die Laufbahn nicht verlegen könne. Andrea Heinlein vom Baureferat entgegnete, aufgrund der Lage der Anlage sei eine Verlegung der Laufbahn kaum möglich. Allerdings solle bei der Sanierung der Wurzelbereich der Bäume nicht gekappt werden.

Die Grünen-Stadträtin kritisierte zudem, dass geplant ist, das Gelände neu einzuzäunen und nachmittags nicht mehr für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Wolle man die Öffnung, brauche es einen Schließdienst, erklärte Andrea Heinlein. Vermüllung und Vandalismus seien zu einem Problem geworden. Es habe Beschwerden über laute Feiern und Glasscherben gegeben, so Oberbürgermeister Thomas Deffner (CSU): „So ist die Lebensrealität.“

„Kinder brauchen doch Platz zum Toben“

Man solle doch wenigstens ein Tor einbauen, so Sabine Stein-Hoberg: „Die Kinder und Jugendlichen brauchen doch Platz zum Toben und Spielen.“ Uwe Schildbach von der Offenen Linken erzählte, er habe als Jugendlicher in den 1970er-Jahren den Sportplatz regelmäßig genutzt: „Und wir waren sicherlich auch nicht braver. Den 400.000 Euro teuren Zaun sollte man sich sparen und eine offene Lösung versuchen.“

CSU-Fraktions-Chef Jochen Sauerhöfer erklärte, er wolle jetzt nicht Bäume und Kinder vergleichen. „Wir sollten die Anlage jetzt sanieren und nicht über eine mögliche Öffnung oder Schließung diskutieren.“

Der Bauausschuss empfahl ohne Gegenstimme dem Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss, dem Stadtrat zu empfehlen, die nötigen 500.000 Euro in den Haushalt 2024 einzustellen und die Planungen an ein Fachbüro zu vergeben.

Die Sportanlage der Weinbergschule wird von weiteren Schulen regelmäßig genutzt. Jetzt steht eine Sanierung des Geländes für rund 500.000 Euro an. (Foto: Irmeli Pohl)
Die Sportanlage der Weinbergschule wird von weiteren Schulen regelmäßig genutzt. Jetzt steht eine Sanierung des Geländes für rund 500.000 Euro an. (Foto: Irmeli Pohl)
Die Sportanlage der Weinbergschule wird von weiteren Schulen regelmäßig genutzt. Jetzt steht eine Sanierung des Geländes für rund 500.000 Euro an. (Foto: Irmeli Pohl)

Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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