Sportsfreund mit Blessuren: Der Seat Ibiza (seit 2017) | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 24.04.2026 00:07

Sportsfreund mit Blessuren: Der Seat Ibiza (seit 2017)

Spanisches Temperament: Seit über 40 Jahren hat Seat den Ibiza im Programm - wie schlägt er sich gebraucht? (Foto: Seat/dpa-tmn)
Spanisches Temperament: Seit über 40 Jahren hat Seat den Ibiza im Programm - wie schlägt er sich gebraucht? (Foto: Seat/dpa-tmn)
Spanisches Temperament: Seit über 40 Jahren hat Seat den Ibiza im Programm - wie schlägt er sich gebraucht? (Foto: Seat/dpa-tmn)

Eine feste Größe ist der Kleinwagen beim Hersteller - schließlich wird er seit 1984 gebaut: „Für Seat ist der Ibiza enorm wichtig, da er eines der meistverkauften Modelle in Spanien ist“, schreibt der ADAC.Umso verwunderlicher ist, dass er bislang kaum mit der Zeit geht, zumindest antriebsseitig. Eine Elektrifizierung hat noch nicht stattgefunden, und das sparsame Erdgasmodell wurde wieder eingestellt. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) gibt es Licht und Schatten.

  • Modellhistorie: Die hier betrachtete fünfte Ibiza-Generation debütierte im Jahr 2017. Die Modellpflege von 2021 brachte erweiterte Assistenzsysteme, seitdem hat etwa das teilautonome Fahren im Kleinwagen Einzug gehalten. Auch die Konnektivität wurde verbessert, und das Digital-Cockpit war neu. Im Frühjahr 2026 folgte das zweite größere Facelift. 
  • Karosserie und Varianten: Den Ibiza Nummer fünf gibt es aktuell nur noch als fünftüriges Schrägheck – Dreitürer, Sportcoupé und Kombi gehören der Vergangenheit an, ebenfalls das Sportmodell Cupra. Wer sparsam und zudem CO2-arm mit Biogas fahren möchte, greift zum TGI mit Erdgasantrieb, der zwischen 2017 und 2023 gebaut wurde. 
  • Abmessungen (laut ADAC): 4,06 m x 1,78 m x 1,44 m bis 1,45 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 355 l bis 1.165 l (TGI: 262 l bis 1.072 l). 
  • Stärken: Seinem sportlichen Anspruch machen neben den schnittigen Falten im Blech auch das straffe Fahrwerk und die präzise Lenkung alle Ehre. Auch gut: Die Achsaufhängungen machen bei der HU kaum Probleme. Laut „Auto Bild TÜV-Report 2026“ gilt das auch für die Federn und Dämpfer, die Blinker sowie die Bremsleitungen und -schläuche. 
  • Schwächen: Was die Bilanz arg trübt, sind die Lenkgelenke, die bei der dritten HU im Alter von sieben Jahren eine gegenüber dem Durchschnitt um das 24-fache erhöhte Beanstandungsquote einfahren. Der Tüv-Report nennt als Grund dafür anfällige Schraubmanschetten.Weitere Kritikpunkte sind oft verstelltes Abblendlicht, auch die Funktion der Fußbremse wird überdurchschnittlich oft beanstandet. Die Bremsscheiben weisen ab der zweiten HU häufig erhöhten Verschleiß auf. Und es gab durchaus Rückrufe. Sie betrafen Handbremse, Klimaanlage und Airbags.  
  • Pannenverhalten: In der ADAC-Pannenstatistik belegen Modelle gute bis sehr gute Plätze, der Club schreibt von „hoher bis sehr hoher Zuverlässigkeit“. Pannenschwerpunkte sind demnach kein Thema: Es gebe „keine auffälligen Bauteile“, so der ADAC.Bei Modellen der Vorgängergeneration zählte die Starterbatterie zu den Sorgenkindern in der ADAC-Pannenstatistik. 
  • Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 48 kW/65 PS bis 110 kW/150 PS; Erdgas (Dreizylinder, Frontantrieb): 66 kW/90 PS; Diesel (Vierzylinder, Frontantrieb): 59 kW/80 PS bis 85 kW/115 PS.

Händler-Verkaufswert nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) mit statistisch erwartbaren Kilometern - drei Preisbeispiele:

  • Ibiza 1.0 MPI Basis (6/2018); 48 kW/65 PS (Dreizylinder); 88.000 Kilometer; 6.009 Euro.
  • Ibiza 1.6 TDI Reference (6/2018); 59 kW/80 PS (Vierzylinder); 129.000 Kilometer; 8.500 Euro.
  • Ibiza 1.0 TGI Style CNG Fast Lane (6/2020); 66 kW/90 PS (Dreizylinder); 68.000 Kilometer; 10.676 Euro. 

© dpa-infocom, dpa:260423-930-985796/1


Von dpa
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