Eine rätselhafte Einbruchserie auf einem Donauschiff bringt das ebenso unkonventionelle wie sympathische Ermittler-Duo Frederike Bader und Ferdinand Zankl auf die Spur eines viel größeren Verbrechens. Auch die zehnte Folge der ARD-Reihe „Ein Krimi aus Passau“ überzeugt mit den beiden starken Hauptdarstellern Marie Leuenberger und Michael Ostrowski, einer spannenden Geschichte, feinem Humor und atmosphärisch dichten Bildern.
Die ARD zeigt „Ein Krimi aus Passau - Verlorene Seelen“ am Donnerstag, 10. September, um 20.15 Uhr. In der Mediathek ist der Film bereits abrufbar. Regie führte Daniel Rübesam. Die Drehbücher stammen wie bei den früheren Folgen von Autor Michael Vershinin. In weiteren Rollen sind wieder Bettina Mittendorfer, Stefan Rudolf und Xenia Tiling dabei.
Der österreichische Privatermittler Zankl hat einen neuen Auftrag: Auf einem Passagierschiff, das im Industriehafen vor Anker liegt, kommt es immer wieder zu Einbrüchen. Manche Laute glauben gar, dass es auf dem Schiff spukt - und der etwas tollpatschige, liebenswerte Detektiv soll diesem Spuk nun ein Ende bereiten. Frederike Bader will ihn zunächst nicht unterstützen. Ihre Tochter Mia (Nadja Sabersky) zieht gerade wieder bei ihr daheim ein.
Zankl überwacht das Schiff. Dabei stürzt er unglücklich auf den Kopf. Danach sieht er eine Wasserleiche in der Donau vorbeitreiben. Doch ehe er sich richtig besinnt, ist sie untergegangen. Weder die Kripo noch Frederike nehmen Zankls Beobachtung ernst.
Erst als Frederike erfährt, dass der Kapitän eines ebenfalls vor Anker liegenden Transportschiffes verschwunden ist, wird ihr Spürsinn geweckt. Den beiden Ermittlern stellen sich viele Fragen: Was ist mit Hans Lindegger (Martin Weinek) passiert? Hat sein Neffe Lenny Lindegger (Simon Morzé) mit der Sache etwas zu tun? Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Einbrüchen und dem Verschwinden des Kapitäns?
Und dann gibt es da noch den wortkargen alten Fischer Thade Gutsmiedel (stark in einer Gastrolle: Michael Roll), der in Trauer um seine tödlich verunglückte Familie versunken ist. Vielleicht kann Thade Hinweise auf die Vorfälle geben.
Daniel Rübesam hat für die Folgen 10 und 11 erstmals die Regie bei der Reihe „Ein Krimi aus Passau“ übernommen. „Ich kannte alle bisherigen Filme der Reihe und hatte dadurch ein sehr gutes Gefühl für den Passau-Kosmos und vor allem für die Figuren, die ich sehr mag“, sagte er im ARD-Interview. Er habe auf die Erfahrung und Expertise der Schauspielerinnen und Schauspieler setzen können, „weil sie die Figuren natürlich besser kennen als jeder andere“.
Hauptdarstellerin Marie Leuenberger verriet im ARD-Interview, was sie an der Figur des Ferdinand Zankl mag: „Mein Kollege Michael Ostrowski schenkt dieser Figur so viel Charme und Witz, er bleibt so menschlich bei allem, was er tut, egal, ob er sich in eine peinliche Situation verrannt hat, oder wenn er wirklich brutal werden muss: Zankl ist zu allem fähig, auch wenn man ihm vieles nicht zutrauen würde.“ Im Zusammenspiel von Frederike und Ferdinand mag die Schauspielerin „die Mischung der beiden aus Kalkül, Vernunft und Trickserei“.
Von den Dreharbeiten zu „Verlorene Seelen“ in Passau ist Leuenberger insbesondere das ungemütliche Wetter in Erinnerung geblieben: Das Team habe teils bei strömendem Regen gearbeitet. Dem Film schadet das nicht - im Gegenteil: Es trägt zur düsteren Atmosphäre bei.
Am Donnerstag, 17. September, um 20.15 Uhr folgt Teil 11 der Reihe „Ein Krimi aus Passau“ mit dem Untertitel „Wer einmal lügt“, auch er ist bereits im Streaming verfügbar. Da werden die Ex-Polizistin Frederike Bader und ihre Tochter Mia mit dem plötzlichen Auftauchen von Mias zuvor verschollenem Vater konfrontiert. Frederike und Privatdetektiv Zankl wollen herausfinden, weshalb er so plötzlich in Passau aufgetaucht ist.
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