SpVgg Ansbach gegen Greuther Fürth II: Nullneuner drehen spät einen 0:2-Rückstand | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 25.10.2025 16:07

SpVgg Ansbach gegen Greuther Fürth II: Nullneuner drehen spät einen 0:2-Rückstand

Dino Nuhanovic stürmte im ungewohnten rosafarbenen Trikot für die SpVgg Ansbach (links der Fürther Raul Marita).  (Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink)
Dino Nuhanovic stürmte im ungewohnten rosafarbenen Trikot für die SpVgg Ansbach (links der Fürther Raul Marita). (Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink)
Dino Nuhanovic stürmte im ungewohnten rosafarbenen Trikot für die SpVgg Ansbach (links der Fürther Raul Marita). (Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink)

Im Regionalligaspiel bei der SpVgg Greuther Fürth II zeigten die Fußballer der SpVgg Ansbach bei widrigen Wetterverhältnissen Moral und drehten einen 0:2-Rückstand mit zwei späten Toren noch in ein 2:2.

Ansbachs Trainer Niklas Reutelhuber hatte gegenüber der ernüchternden 0:2-Heimniederlage gegen das zuvor noch sieglose Schlusslicht Schwaben Augsburg in seiner Startelf insgesamt vier Änderungen vorgenommen. Für Johannis Zimmermann verteidigte innen Lukas Oberseider und im defensiven Mittelfeld spielte Ben Müller für Björn Angermeier. Im Offensivquartett fehlten Tarkan Ücüncü und Patrick Kroiß, die durch Nico Hayer und Dino Nuhanovic ersetzt wurden.

Greuther Fürth II begann ohne Kapitän Daniel Adlung

Bei den auf eigenem Platz noch sieglosen Fürthern, die als Drittletzter immerhin schon zwei Auswärtssiege feiern konnten, hatte Trainer Roberto Hilbert ebenfalls umgestellt. Weder der 38-jährige Ex-Profi Daniel Adlung, Kapitän und zweitbester Torschütze, noch der bisher erfolgreichste Torjäger Lado Akhalaia standen beim Anpfiff auf dem Konrad-Ammon-Platz in Burgfarrnbach. Ganz vorne stürmten der 1,92 m große Omar Sillah, der vor der Saison vom Hamburger SV II gekommen war und schon fünf Einsätze in der 2. Liga aufweisen kann, sowie Juan Ignacio Cabrera, in der vergangenen Regionalligasaison mit 18 Treffern Torschützenkönig für den FC Augsburg II.

SpVgg Ansbach erstmals in rosafarbenen Trikots

Am 29. Geburtstag von SpVgg-Kapitän Tobias Dietrich feuerten die Ansbacher Fans zunächst die in Grün spielenden Fürther an, bevor sie nach wenigen Minuten merkten, dass die eigene Mannschaft erstmals in rosafarbenen Trikots spielte. Die Gastgeber zeigten von Beginn an, dass sie ihren Heimfluch brechen wollten. Bereits in ersten fünf Minuten kam Cabrera zweimal gefährlich zum Abschluss. Beim ersten Mal schob er eine flache Hereingabe von Raul Marita am Tor vorbei, beim zweiten Versuch lief er alleine auf Ansbachs Torwart Heiko Schiefer zu, der den Ball zur Ecke abwehren konnte.

Bereits in der 8. Minute erzielte Omar Sillah das 1:0

In der 8. Spielminute gingen die Gastgeber dann doch in Führung. Ein weiter Abschlag von Torwart Silas Prüfrock, der mit Windunterstützung einmal aufsprang und die gesamte Gästeabwehr überwand, landete bei Sillah, der den Ball an Schiefer vorbei über den rechten Innenpfosten zum 1:0 ins Netz setzte. Mit dem starken Wind im Rücken drückten die Fürther ihre Gäste weiterhin in die eigene Hälfte, machten jedoch zu wenig aus ihrer Überlegenheit.

Nach 25 Minuten kamen die nullneuner besser ins Spiel

Nach etwa 25 Minuten kamen die nullneuner besser ins Spiel und nach einer knappen halben Stunde auch zum ersten Torabschluss. Lukas Schmidt platzierte einen Freistoß von der linken Seite genau auf den Kopf von Eric Weeger, der aus rund acht Metern Entfernung jedoch direkt in die Arme von Torwart Prüfrock köpfte. Bei einigen weiteren guten Kombinationen bis in Strafraumnähe fehlte jedoch der letzte Pass. Kurz vor dem Pausenpfiff von Luca Schultze, DFB-Nachwuchsschiedsrichter des Jahres 2024, unterlief ein Fürther Abwehrspieler eine Flanke. Der Ball landete bei Dino Nuhanovic, der geschickt noch einen Gegenspieler austanzte und aus 16 Metern abzog, doch Prüfrock parierte mit einer Glanztat.

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften unverändert

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften noch unverändert. Die erste Großchance hatten nach einem Missverständnis in der Fürther Hintermannschaft diesmal die Ansbacher. Niklas Seefried marschierte auf Prüfrock zu, verfehlt das Tor aber deutlich. Nachdem die Gäste eine weitere Möglichkeit etwas leichtfertig vergeben hatten, fiel in der 54. Minute das 2:0. Sillah wurde bei seinem Abschluss noch von Dietrich gestört, doch Cabrera donnerte den Nachschuss aus 14 Metern an die Unterkante der Latte und ins Tor.

Mit vier Wechseln zwischen der 58. und 60. Minute versuchte Reutelhuber im Anschluss, seiner Mannschaft neue Energie zu geben. Sven Landshuter verpasste nach einer Flanke von der rechten Seite per Kopf den Anschlusstreffer (65.). Ansbach war nun am Drücker, klare Chancen blieben jedoch Mangelware. In der 82. Minute keimte Hoffnung auf. Mirko Puscher zog von der rechten Seite nach innen und setzte den Ball aus 16 Metern unhaltbar ins lange Eck zum 2:1-Anschlusstreffer.

2:2-Ausgleich mit Unterstützung des Fürther Torwarts

Kurz darauf hielt Schiefer mit einer Glanzparade gegen den eingewechselten Hack das Spiel offen und kurz darauf ein weiteres Mal. Die nullneuner gaben jedoch nicht auf und wurden mit Unterstützung der Fürther für ihre Moral belohnt. Eine Flanke hatte Prüfrock schon sicher gefangen, ließ den Ball fallen und der beste Ansbacher, Eric Weeger, schob diesen zum 2:2-Ausgleich ins Tor. Die letzten Minuten blieben ein wildes Hin und Her, Schiefer rettete ein weiteres Mal in letzter Not, doch es blieb beim insgesamt gerechten Unentschieden.

SpVgg Greuther Fürth II: Prüfrock – Meister, Vakouftsis, Engel, Marita – Avlayici, Torres (90. Farias, Fazlija (70. Adlung) – Imeri (78. Hack), Sillah (71. Akhalaia), Cabrera (86. Fries).
SpVgg Ansbach: Schiefer - Puscher, Oberseider, Weeger, Manz - Seefried (84. Gebre), Dietrich, Müller (58. Angermeier), Hayer (60. Ücüncü) - Schmidt (60 Kroiß), Nuhanovic (60. Landshuter).

Tore: 1:0 Omar Sillah (8. Minute), 2:0 Juan Cabrera (54.), 2:1 Mirko Puscher (82.), 2:2 Eric Weeger (88.).- Gelbe Karten: Vakouftsis, Fazlija, Imeri – Müller, Manz, Weeger, Co-Trainer Paul.
Zuschauer: 220.
Schiedsrichter: Luca Schultze (München).


Von JÖRG NADLER UND HARALD RIEGLER
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