Vor dem Hintergrund der Krisen- und Reformdebatte fordert die deutsche Industrie, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit zur obersten Priorität zu erklären. Zudem sollten Deutschland und Europa die Abhängigkeiten von China konsequenter zurückdrängen, schreibt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in einem Grundsatzpapier. Der BDI bekennt sich darin zum Umbau der Wirtschaft für den Klimaschutz, fordert aber kurzfristige Hilfen.
Der BDI versteht das Papier „Grundsätze der Wirtschafts- und Handelspolitik“ weniger als tagespolitische Forderung denn als gemeinsame Leitlinie der 38 Mitgliedsverbände mit rund 100.000 Einzelunternehmen. „Das ist eine Vergewisserung für uns selber“, sagte BDI-Hauptgeschäftsführerin Tanja Gönner. Zugleich sei es eine Positionierung der deutschen Industrie für die nächsten Jahre.
„Der Standort Deutschland steht unter massivem Druck“, heißt es in dem Grundsatzpapier. „Es sind daher neue wirtschaftspolitische Weichenstellungen in vielen Feldern erforderlich.“ Eine konsequente Wachstums-, Wettbewerbs- und Ordnungspolitik sei „ebenso unverzichtbar wie eine gut austarierte Energie- und Klimapolitik, ein adäquater außenwirtschaftlicher Rahmen und eine konsequente Digital- und Innovationspolitik“.
Einige Forderungen aus dem 42-seitigen Papier:
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