Mit dem symbolischen Spatenstich wurde im Industrie- und Gewerbegebiet Dombühl-Süd der Einstieg in die Erstellung des Logistikkomplexes der Bauwo Grundstücksgesellschaft mbH gefeiert. Das Unternehmen mit Sitz in Hannover plant zunächst die Errichtung von rund 25.000 Quadratmetern Hallenfläche, aufgeteilt in vier Abschnitte.
Das Projekt solle nicht nur modernen Logistikansprüchen gerecht werden, sondern auch ökologisch und infrastrukturell überzeugen, betonte Geschäftsführer Bernhard Rückert bei der Zeremonie. Er lobte auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde.
Bürgermeister Jürgen Geier zeigte sich zufrieden, dass das Projekt jetzt in dieser Form umgesetzt werde. Zu hoffen sei auf gute Mieter und gute Mieterinnen für die Hallen. Man rechne mit 300 bis 500 Arbeitsplätzen am Standort, so Geier, der als Standortvorteile den Bahnanschluss und die Nähe zu zwei Autobahn-Anschlussstellen nannte.
Leider, so Rückert, habe die Bahn derzeit einen Baustopp verhängt. Grundsätzlich würde man einen Teil der produzierten Güter gerne über die Schiene transportieren. Von Seiten der Bauwo sei alles vorbereitet dafür, die Schiene in die Logistikabwicklung einzubeziehen. Doch die Bahn denke in Jahrzehnten und habe derzeit keinen Anschluss an das Industriegebiet vorgesehen.
Das neue Gebäude werde gemäß den strengen Standards der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) und „taxonomiekonform unter Berücksichtigung höchster ökologischer Standards” errichtet, meinte er. Die Beheizung der Hallen erfolge fossilfrei mittels Luft- und Wärmepumpen.
Es würden moderne E-Ladesäulen errichtet und die Ladeinfrastruktur für E-Nutzfahrzeuge vorbereitet. PV-Anlagen werden auf den Dächern angebracht. Sie könnten viel mehr Strom liefern, als die Gemeinde Dombühl verbrauchen könne. Eine „Vollkatastrophe“ sei allerdings, dass der regionale Stromversorger den nächsten Einspeisungspunkt in 50 Kilometern Entfernung angeboten habe. So etwas habe er noch nicht erlebt, so Rückert. Jetzt liefen Überlegungen, ein eigenes Umspannwerk zu bauen.
Als Generalunternehmung für die Umsetzung des Bauwo-Projekts in Dombühl wurde die Firma Goldbeck Nord GmbH mit Sitz in Hamburg genannt. Gesa Jucikas, Projektentwicklungs-Managerin bei Bauwo berichtete, dass bereits Gespräche mit potenziellen Mietern liefen. Das seien sowohl auswärtige Unternehmen also auch solche, die bereits Standorte in der Region hätten, ergänzte Bernhard Rückert.
In der Logistikhalle würden gut 280 Quadratmeter für Büros und Sozialräume reserviert, war zu erfahren. Im Dezember 2026 soll die Bauarbeiten abgeschlossen und die Hallen im Bauabschnitt A bezugsfähig sein. Kurzfristig könne das Projekt um die Bauteile B und C mit 46.000 Quadratmetern Hallenfläche erweitert werden, so dass der Logistikpark nach vollständiger Fertigstellung etwa 71.000 Quadratmeter Nutzfläche bieten würde.