Stichwahl im Oberallgäu nach Rückzug von Baier-Müller | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.03.2026 22:38

Stichwahl im Oberallgäu nach Rückzug von Baier-Müller

Die Stichwahl muss zeigen, wer Nachfolger von Landrätin Indra Baier-Müller in Sonthofen wird. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Die Stichwahl muss zeigen, wer Nachfolger von Landrätin Indra Baier-Müller in Sonthofen wird. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)
Die Stichwahl muss zeigen, wer Nachfolger von Landrätin Indra Baier-Müller in Sonthofen wird. (Archivbild) (Foto: Peter Kneffel/dpa)

Nach dem Rückzug von Landrätin Indra Baier-Müller (Freie Wähler) muss eine Stichwahl in zwei Wochen über den künftigen Landrat im Oberallgäu entscheiden. Im ersten Wahlgang lag FW-Bewerber Christian Wilhelm mit 40,8 Prozent in Front, dahinter kam der CSU-Kandidat Thomas Eigstler mit 33,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung habe bei 66,6 Prozent gelegen, teilte das Landratsamt in Sonthofen mit.

Baier-Müller hatte im vergangenen Jahr mitgeteilt, dass sie nach nur einer Amtszeit auf eine erneute Kandidatur verzichtet. 2020 hatte sie sich überraschend gegen den damaligen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, durchgesetzt und damit den Posten von der CSU zu den Freien Wählern geholt.

Landrätin legte sich mehrfach mit Naturschützern an

Doch die Landrätin war nicht unumstritten, insbesondere mit Naturschützern geriet sie immer wieder aneinander. So spielte ihre Behörde bei dem Umweltskandal im Rappenalptal in den Allgäuer Alpen eine unrühmliche Rolle. Eine Alpgenossenschaft hatte den naturschutzrechtlich streng geschützten Rappenalpbach auf etwa eineinhalb Kilometern Länge ausbaggern lassen, nachdem das Landratsamt gewisse Arbeiten an dem Gewässer erlaubt hatte. Mehrere Gerichte kritisierten das Handeln der Behörde bei dem Umweltskandal.

Für Schlagzeilen sorgte die Landrätin auch, als sie die Gründung einer bewaffneten bayerischen Bärenbereitschaft forderte, die eventuell zuwandernde Braunbären schnell abschießen könnte. Zudem wollte der Landkreis in größerem Stil Biber töten lassen und kassierte mit entsprechenden Initiativen beim Verwaltungsgericht Niederlagen.

Baier-Müller gehörte auch zu der Handvoll Bewerbern, die bei der Bundestagswahl 2025 Direktmandate für die Freien Wähler gewinnen sollten. Letztlich scheiterten alle Kandidaten deutlich.

© dpa-infocom, dpa:260308-930-788117/1


Von dpa
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