Stichwahl um Bürgermeisteramt in Arberg zwischen Marco Friedel und Michael Scherb | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 08.03.2026 22:54, aktualisiert am 09.03.2026 09:34

Stichwahl um Bürgermeisteramt in Arberg zwischen Marco Friedel und Michael Scherb

Marco Friedel ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Liste Markt Arberg und der Freien Wählergemeinschaft Lellenfeld.  (Foto: privat)
Marco Friedel ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Liste Markt Arberg und der Freien Wählergemeinschaft Lellenfeld. (Foto: privat)
Marco Friedel ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Liste Markt Arberg und der Freien Wählergemeinschaft Lellenfeld. (Foto: privat)

Ein zweiter Urnengang ist in Arberg notwendig, um das künftige Gemeindeoberhaupt zu ermitteln: Am Sonntag erreichte Marco Friedel (Freie Liste Markt Arberg/Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld) 41,5 Prozent der gültigen Stimmen vor Michael Scherb (CSU), für den 30,1 Prozent votiert haben.

Nicht mehr im Rennen ist Alexander Brehm (Bürgerliste Markt Arberg), der auf 28,5 Prozent kam.

Auf die richtigen Themen gesetzt

Die beiden Kandidaten in der Stichwahl haben eine gemeinsame Vorgeschichte: Bei der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes hatte sich Michael Scherb (48) gegen Marco Friedel (35) durchgesetzt. Friedel war eigentlich der Vorschlag des CSU-Vorstands um Ortsvorsitzenden und amtierenden Bürgermeister Jürgen Nägelein gewesen. Friedel bekam jedoch nicht die erforderliche Mehrheit. Er wurde daraufhin von der neu gegründeten Freien Liste Markt Arberg sowie der Freien Wählergemeinschaft Lellenfeld als Kandidat aufgestellt.

„Es freut mich sehr, dass ich es geschafft habe und mit einem gewissen Vorsprung in die Stichwahl gehen kann”, kommentierte Friedel, der Geschäftsführer und Disponent im familiengeführten Omnibusunternehmen ist, am Sonntagabend in einer ersten Reaktion gegenüber der FLZ das Ergebnis. Aus Friedels Sicht ist es ein Zeichen dafür, dass es den beiden Gruppierungen und ihm gelungen ist, die Bürgerinnen und Bürger mit den richtigen Themen zu erreichen. Jetzt gelte es, die Wählerinnen und Wähler weiter zu begeistern, damit sie in zwei Wochen erneut zur Urne gehen.

Die Gemeinde zukunftsfähig gestalten

Er habe gehofft, dass er in die Stichwahl komme, meinte Michael Scherb. Der selbstständige Bauingenieur zeigte sich dankbar, dass die Bürgerinnen und Bürger ihm das Vertrauen geschenkt haben. Das Ziel sei, gemeinsam die Gemeinde zukunftsfähig zu gestalten.

Natürlich sei er enttäuscht, bekannte Alexander Brehm (53). Aber er sehe es sportlich. Bei drei Kandidaten müsse es einen ersten Verlierer geben. Davon lasse er sich nicht unterkriegen, meinte der Physiotherapeut, der seit 2008 dem Arberger Gemeinderat angehört und auch bei der jetzigen Kommunalwahl die Bürgerliste anführte. Friedel und Scherb hingegen haben bisher keine kommunalpolitische Erfahrung.

Die Wahlbeteiligung lag bei 80,7 Prozent. Von den 1799 Berechtigten haben 1446 eine gültige Stimme abgegeben. 12 waren ungültig.

Ergebnisse für den Gemeinderat

Bürgerliste Markt Arberg und Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld ziehen mit je vier Sitzen in den Gemeinderat ein. Die CSU erringt drei Mandate, ebenso wie die Freie Liste Markt Arberg.

  • Bürgerliste Markt Arberg: Eva Glas, Alexander Brehm, Frank Daschner, Dominik Wenninger
  • Freie Wählergemeinschaft Lellenfeld: Tobias Christ, Jörg Gulden, Bernd Trottler, Christian Nägelein
  • CSU: Michael Scherb, Peter Medek, Andreas Nägelein
  • Freie Liste Markt Arberg: Marco Friedel, Josef Kräher, Josef Merk, Florian Popp
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