Strecken-Abstecken im Krabbenloch bei Feuchtwangen | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 05.11.2024 19:47

Strecken-Abstecken im Krabbenloch bei Feuchtwangen

Am Zugang zu den künftigen Mountainbike-Trails im Krabbenloch: Mit neuen Schulfahrrädern kommen die Mädchen und Jungen von der Landschule zur Arbeit. Ihre Mountainbike-Trainer, Rektor Johannes Stegmann (Zweiter von rechts) und Rudolf Fetsch (Dritter von links), Sportlehrer Felix Klemens (Fünfter von rechts) vom Gymnasium und Strecken-Planer Fabian Gauß (Vierter von rechts) informierten Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh (Dritter von rechts) jetzt vor Ort über den aktuellen Stand. Mit dabei war Lukas Nitsch (Sechster von rechts) als Vertreter der Firma EHF. (Foto: Peter Zumach)
Am Zugang zu den künftigen Mountainbike-Trails im Krabbenloch: Mit neuen Schulfahrrädern kommen die Mädchen und Jungen von der Landschule zur Arbeit. Ihre Mountainbike-Trainer, Rektor Johannes Stegmann (Zweiter von rechts) und Rudolf Fetsch (Dritter von links), Sportlehrer Felix Klemens (Fünfter von rechts) vom Gymnasium und Strecken-Planer Fabian Gauß (Vierter von rechts) informierten Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh (Dritter von rechts) jetzt vor Ort über den aktuellen Stand. Mit dabei war Lukas Nitsch (Sechster von rechts) als Vertreter der Firma EHF. (Foto: Peter Zumach)
Am Zugang zu den künftigen Mountainbike-Trails im Krabbenloch: Mit neuen Schulfahrrädern kommen die Mädchen und Jungen von der Landschule zur Arbeit. Ihre Mountainbike-Trainer, Rektor Johannes Stegmann (Zweiter von rechts) und Rudolf Fetsch (Dritter von links), Sportlehrer Felix Klemens (Fünfter von rechts) vom Gymnasium und Strecken-Planer Fabian Gauß (Vierter von rechts) informierten Feuchtwangens Bürgermeister Patrick Ruh (Dritter von rechts) jetzt vor Ort über den aktuellen Stand. Mit dabei war Lukas Nitsch (Sechster von rechts) als Vertreter der Firma EHF. (Foto: Peter Zumach)

Die künftigen Mountainbike-Trails im Feuchtwanger Krabbenloch-Wald sind jetzt mit kleinen Fähnchen abgesteckt. Nachdem ein Mulchroboter über die beiden Strecken gefahren ist, entfernen nun Jungen und Mädchen vom Gymnasium sowie von den Mittelschulen Schnittgut und Laub. Danach werden die Parcours im Einklang mit der Natur befestigt und gestaltet.

Die Idee, das Waldstück im Osten der Bauakademie für Geländeradfahrer aufzubereiten, ist bereits vor zwei Jahren entstanden: „Das Projekt ging von Fahrradbegeisterten aus“, würdigte Bürgermeister Patrick Ruh jetzt vor Ort die Initiative. Zugleich begrüßte er es, dass sich drei Schulen an dem Projekt maßgeblich beteiligen, von dem später alle Geländeradfahrer profitieren.

Anfangs habe es noch geheißen, das Krabbenloch eigene sich perfekt für Mountainbiker: Eine Ausschilderung der Strecken ohne weitere Eingriffe würde dafür genügen, blickte Ruh zurück. Aber: „So einfach war es dann nicht.“ Weil sich sehr wohl Fragen zur „Sicherheit links und rechts der Wege“ sowie zur Rücksichtnahme auf die Natur gestellt hätten, habe die Vorbereitungsphase doch länger gedauert als erwartet.

Biotope werden nicht beeinträchtigt

Bevor Mountainbike-Enthusiast Fabian Gauß, der die Fahrradgruppe der Alpenverein-Sektion Feuchtwangen leitet, die Trails geplant hat, beging er das Krabbenloch zusammen mit Forstfachleuten. Wie er erzählte, überließen sie ihm eine Karte, in der Biotope und Vogelnester eingetragen sind. Diese habe er beim Festlegen der Strecken berücksichtigt, um Störungen der sensiblen Bereiche im Krabbenloch zu vermeiden.

Die beiden Trails, die allen Mountainbikern ab Frühjahr zur Verfügung stehen, seien zwischen 450 und 600 Meter lang. Sie verliefen über etwa 35 Höhenmeter im Einbahnsystem. Für die Fahrt vom Ziel zurück zum Startpunkt könnten die Geländeradfahrer einen bereits vorhandenen Waldweg nutzen.

Damit die Schülerinnen und Schüler effektiv arbeiten können, hat die Firma EHF für sie kostenlos einen Container mit Werkzeugen wie Rechen, Hacken, Schaufeln und Schubkarren am Krabbenloch aufgestellt. Und wenn die Trails von Mulch und Laub befreit sind, dann geht es an die Befestigung der Strecken – vor allem mit vor Ort vorhandenem Material.

Zudem werden die Kurven sicher befahrbar gestaltet und alle Schikanen so angelegt werden, dass die Mountainbiker darüber rollen können. „Große Sprünge sind nicht möglich“, sagte Gaus, denn auf den Bau von Schanzen werde verzichtet.

Arbeitsgemeinschaften und Projektseminar

Diese Einschränkung aus Sicherheitsgründen bezeichnete Landschul-Rektor Johannes Stegmann als eine Voraussetzung dafür, dass die Schulen die Trails nutzen dürfen. An der Stadtschule existiere eine Mountainbike-Arbeitsgemeinschaft schon länger, erzählte Stegmann, der mit seinem Lehrerkollegen Rudolf Fetsch eine solche AG nun auch an der Landschule ins Leben gerufen hat. Diese sei im Rahmen des differenzierten Sportunterrichts für alle Mittelschulklassen offen.

Vom Gymnasium machen indes nur Elftklässler mit: In einem Projektseminar unter der Leitung von Sportlehrer Felix Klemens wollen die 14 Jungs – neben der praktischen Arbeit – die Strecken beschildern und Infotafeln mit den Verhaltensregeln entwerfen.

Das Engagement der Schulen begründeten die Lehrkräfte auch mit dem Ziel, die Kinder und Jugendlichen zu Aktivitäten in der Natur zu motivieren: „Sie sollen raus aus den Zimmern, weg von den Konsolen und sich bewegen“, meinte Rektor Stegmann.

Hoffen auf Zurückhaltung

Derweil appellierte Fabian Gauß an alle Mountainbike-Fans, die Strecke nicht schon während der laufenden Arbeiten, sondern erst nach der voraussichtlichen Freigabe im Frühjahr zu befahren. Zugleich würden es die Initiatoren begrüßen, wenn weitere Interessenten bei dem Projekt mitmachen und sich dazu bei Manuela Ullrich von der Stadtverwaltung anmelden würden.

Anmeldung: manuela.ullrich@feuchtwangen.de oder Telefon 09852/904-109

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