Nur ein torloses Unentschieden erreichten die Fußballerinnen des SV Weinberg in ihrem Heimspiel gegen das bisherige Schlusslicht SC Freiburg II.
Die Weinberger Frauen vergaben eine große Chance, sich weiter von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Mitverantwortlich für den unbefriedigten Ausgang war wieder einmal das schlampige Passspiel sowie das unglückliche Treffen von meist falschen Entscheidungen.
Eine Woche nach der teilweise sehr guten Leistung von Gütersloh sah man in vielen Situationen wieder in alte und vergessen geglaubte alte Zeiten. Da wurde der Ball dem Gegner unbedrängt in die Füße gespielt, der Zweikampf gesucht obwohl eine oder zwei Mitspielerinnen frei standen - kurzum es war nicht der beste Tag der Frauen im Gelb-Schwarzen Dress.
Weinberg hatte die meisten Spielanteile und auch die Mehrzahl an Torchancen. So flankte Solveig Schlitter in der 6. Minute gefährlich in den Fünf-Meter-Raum, aber Annika Kömm konnte die Vorlage nicht gut genug verarbeiten. Keine Minute später zögerte Marlene Ganßer in aussichtsreicher Situation zu lange und ihr Abschluss wurde dann zur Ecke abgelenkt. Last but not least in der stürmischen Anfangsviertelstunde setzte Lisa Wich eine Schlitter-Flanke über das Tor.
Warum dann der SVW in Sachen Offensive einen Gang zurückschaltete und sich das abwartende und auf Defensive wert legende Spiel der jungen Gästemannschaft aufdrängen ließ, erschien dem neutralen Beobachter ein wenig unverständlich. Klar war das Bemühen zu sehen, gefährliche Spielzüge zu kreieren und eventuell Torchancen herauszuspielen, aber es fehlt schlicht und einfach die Qualität.
So sahen die gut 200 Zuschauer zwar eine abwechslungsreiche Partie, der aber der gewisse Esprit in Sachen Strafraumszenen etc. fehlte. Einzig Mitte der 2. Halbzeit zeigten die Gäste so etwas wie Angriffsmut und Erspielen von Torchancen. Vor allem die Flanken und Eckbälle der erst 17-jährigen Weena Simmen bedeuteten immer eine Gefahr für das Weinberger Tor.
SVW-Torfrau Celia Steinert wurde bei ihrer eigentlichen Aufgabe, das Abwehren von gefährlichen Bällen, nur ein einziges Mal gefordert. Dies war in der 75. Minute, als sie einen gefährlichen 18m-Schuss von Melina Nicole Heckle zur Ecke abwehrte.
Auf der Gegenseite hatte der SVW zwei große Chancen für Erfolgserlebnisse. In der 61. Minute traf Annika Kömm nach einem energischen Sturmlauf aus acht Metern nur die Latte und in der 77. Minute schoss Solveig Schlitter aus 14 Metern am langen Pfosten vorbei. Zu wenig um das Kellerduell zu entscheiden und wertvolle Punkte zu gewinnen.
SV Weinberg: Steinert, Haberäcker, Horwath, Hilkert, M. Grimm, E. Wiesinger, Hofmann, Schlitter, Ganßer (46. Istrefaj), Kömm (65. Klärle), Wich.