Testweise Zäune gegen die Schweinepest im Kreis Ansbach | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 30.05.2023 16:00

Testweise Zäune gegen die Schweinepest im Kreis Ansbach

Falls ein mit dem ASP-Virus infiziertes Wildschwein gefunden würde, müsste das Areal abgeriegelt werden, damit es zu keiner weiteren Ausbreitung kommt. Wie die Aufstellung eines Elektrozaunes erfolgen kann, wurde im Beisein von Dr. Ralf Zechmeister (links) und dem stellvertretenden Landrat Hans Henninger (Mitte) von (von links) Friedrich Bauer, Wilhelm Wagner und Johannes Redinger vom Maschinenring geübt. (Foto: Fritz Arnold)
Falls ein mit dem ASP-Virus infiziertes Wildschwein gefunden würde, müsste das Areal abgeriegelt werden, damit es zu keiner weiteren Ausbreitung kommt. Wie die Aufstellung eines Elektrozaunes erfolgen kann, wurde im Beisein von Dr. Ralf Zechmeister (links) und dem stellvertretenden Landrat Hans Henninger (Mitte) von (von links) Friedrich Bauer, Wilhelm Wagner und Johannes Redinger vom Maschinenring geübt. (Foto: Fritz Arnold)
Falls ein mit dem ASP-Virus infiziertes Wildschwein gefunden würde, müsste das Areal abgeriegelt werden, damit es zu keiner weiteren Ausbreitung kommt. Wie die Aufstellung eines Elektrozaunes erfolgen kann, wurde im Beisein von Dr. Ralf Zechmeister (links) und dem stellvertretenden Landrat Hans Henninger (Mitte) von (von links) Friedrich Bauer, Wilhelm Wagner und Johannes Redinger vom Maschinenring geübt. (Foto: Fritz Arnold)

„Ich hoffe, dass wir den Zaun nicht brauchen“, sagte stellvertretender Landrat Hans Henninger aus Flachslanden bei einer Zaunbau-Übung des Veterinäramtes. Wie bei der Feuerwehr geht es darum, vorbereitet zu sein für den Fall, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) nach Westmittelfranken eingeschleppt werden sollte.

Zwar ist die ASP in Mittelfranken bisher kein Thema gewesen, doch gebe es keinen Anlass, nicht wachsam zu sein, sagte Dr. Ralf Zechmeister, Leiter des Veterinäramtes Ansbach, bei der Übung zwischen Hohenberg und der Autobahn nahe Herrieden. Es gelte, wachsam zu sein, dass sich die für Schweine tödliche Viruserkrankung, die für Menschen ungefährlich ist, hier nicht ausbreite.

Zechmeister wies darauf hin, dass die ASP in Ostdeutschland bereits flächendeckend vorkomme. Außerdem sei die Ekrankung schon in Hausschweinebeständen nahe Freiburg und im Landkreis Neu-Ulm aufgetreten. Ein Problem stelle die ASP in Wildschweinebeständen in weiten Teilen Osteuropas dar. Neue Fälle gebe es in Griechenland und Italien.

Bisher noch kein verendetes Wildschwein mit Virus entdeckt

In unserer Region wurde bisher noch kein Kadaver eines verendeten Wildschweines entdeckt, das den langlebigen Virus in sich trug. Offensichtlich hätten Informationskampagnen zur Vorsicht Wirkung gezeigt, dass Gastarbeiter aus Osteuropa keine Fleisch- und Wurstwaren mitbringen oder gar in Abfallbehältern entsorgen sollten.

Für den Fall, dass es zum Fund eines infizierten Tieres kommt, hat nun das Veterinäramt in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring eine Zaunbau-Übung durchgeführt. In einem solchen Fall würde in Abstimmung mit der Forstverwaltung und Jägern eine angenommene Fundstelle eingezäunt, damit es zu keiner Ausbreitung kommt.

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15 Kilometer Zaun im Kreisbauhof gelagert

Vorsorglich wurde Zaunmaterial für eine Strecke von 15 Kilometern am Kreisbauhof in Ansbach-Eyb deponiert, wurde erläutert. Für weitere 490 Kilometer liegen Zäune bei der Landesuntersuchungsanstalt. Die Aufstellung würde dann in Zusammenarbeit mit dem Maschinenring erfolgen.

Wie sich bei der Übung zeigte, ist entlang der Zaunbaustrecke entlang von Wegen oder Rückgassen zunächst ein Streifen für den Elektrozaun freizumulchen. Damit der Strom nicht von den Drähten abgeleitet und damit unwirksam wird, ist der Grasbewuchs kurz zu halten. Während der Zaunbau durch Kräfte des Maschinenrings erfolgt, würde das Kurzhalten des Bewuchses von Mitgliedern der Diakonie erfolgen.

Damit es zu keinem Ausbruch der ASP kommt, wäre es nach Angaben von Veterinäramtsleiter Zechmeister und dem zweiten Vorsitzenden des Maschinenrings, Friedrich Bauer, von Vorteil, wenn es gelänge, den Bestand an Wildschweinen deutlich zu reduzieren.


Von Fritz Arnold
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