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Veröffentlicht am 15.05.2025 13:34

Trister Spielplatz in Wasserzell: Jetzt beginnt die Suche nach Geld

Die Bewohner im Ansbacher Stadtteil wünschen sich eine Aufwertung ihres Spielplatzes. So wurde es im Bauausschuss kommuniziert. Die Notwendigkeit der Sanierung wurde in der Sitzung erkannt, diskutiert wurde über die Finanzierung. Die Verwaltung wird jetzt Vorschläge erarbeiten.

Es sind oft die kleinen Dinge, die in Stadtrats- oder Ausschusssitzungen für größere Diskussionen sorgen. So ist es jetzt auch mit Blick auf den Spielplatz im Stadtteil Wasserzell geschehen. Auslöser war ein Antrag der Grünen, diesen Spielplatz zu sanieren. Mit dem Vorstoß wolle man einen Impuls geben und den Wunsch der Bewohner weitergeben, erklärte Sabine Stein-Hoberg. „Das bedeutet nicht, dass das sofort passieren muss.“

In seiner bisherigen Form ist der Spielplatz spärlich bestückt. Gemäß dem Antrag existieren bisher zwei Schaukeltiere, eine Wippe, zwei Schaukeln und ein schlichter Sandkasten. Zu wenig aus Sicht der Grünen. Immerhin leben derzeit rund 20 Kinder unter acht Jahren in dem Stadtteil. Hinzu kommt die angrenzende Gaststätte und ein viel befahrener Radweg.

Platz liegt im Überschwemmungsgebiet

In dem Antrag haben die Grünen auch Ideen aufgeführt, wie der Spielplatz aufgewertet werden könnte. Unter anderem sind ein Wasserhahn zur Erfrischung, eine mobile Spielkiste und ein naturnahes Klettergerüst aufgeführt. Laut Stein-Hoberg ist man sich bewusst, dass in fußläufiger Entfernung in Neuses ein besser ausgestatteter Spielplatz vorhanden ist. Das sei nicht ganz ungefährlich, weil sich nicht immer an das angeordnete Tempo 30 gehalten werde.

Widerspruch von der Verwaltung kam nicht. Auch die Verantwortlichen sehen, dass der Spielplatz eine Frischzellenkur gebrauchen könnte. Doch wie immer liegt der Teufel im Detail. Da der Platz im Überschwemmungsgebiet liegt, sei man eingeschränkt, erklärte Stadtentwicklerin Andrea Heinlein. Auf der anderen Seite sind die Finanzen. Im Schnitt stehen 50.000 bis 60.000 Euro pro Jahr für 63 Spielplätze zur Verfügung. Und so ein naturnahes Klettergerüst schlägt ihr zufolge mit mindestens 15.000 Euro zu Buche.

„Auch die Gaststätte würde profitieren“

Der Topf der Spielplatzablöse, den die Grünen als Finanzierungsvorschlag einbrachten, ist durch den Skatepark nahezu aufgebraucht. Deshalb schlug Heinlein das „Strüther Modell 2.0“ vor. Auch in diesem Ortsteil gab es den Wunsch nach einer Aufwertung. Um diese zu erreichen, beteiligten sich die Strüther mit einer Spende an dem Projekt.

Im Grunde erkannten alle Ausschussmitglieder an, dass der Spielplatz saniert werden müsste. „Davon profitiert auch die Gaststätte“, sagte etwa Siegfried Blank (Freie Wähler/Die Ansbacher). Jochen Sauerhöfer (CSU) hätte dann aber schon gerne gewusst, um welchen Betrag es geht. Was zum jetzigen Zeitpunkt keiner sagen konnte.

Werner Forstmeier (ÖDP) schlug vor, wegen des Überschwemmungsgebietes einen anderen Standort für den Spielplatz zu suchen. Boris-André Meyer (Offene Linke) kritisierte, eine Sanierung abhängig von Drittmitteln zu machen. „Ich finde es schwierig, zu sagen, was nicht finanzierbar ist, sollen die Bürger bezahlen.“

Auf Beschluss des Ausschusses wird die Verwaltung Möglichkeiten der Sanierung erarbeiten – inklusive Gespräche mit den Wasserzellern, was gewünscht ist und ob eine Spendenbereitschaft vorhanden ist.

Zwei Schaukeltiere, eine Wippe, zwei Schaukeln und ein schlichter Sandkasten: Der Spielplatz in Wasserzell lädt in seiner aktuellen Form nicht unbedingt zum Verweilen ein. (Foto: Florian Schwab)
Zwei Schaukeltiere, eine Wippe, zwei Schaukeln und ein schlichter Sandkasten: Der Spielplatz in Wasserzell lädt in seiner aktuellen Form nicht unbedingt zum Verweilen ein. (Foto: Florian Schwab)
Zwei Schaukeltiere, eine Wippe, zwei Schaukeln und ein schlichter Sandkasten: Der Spielplatz in Wasserzell lädt in seiner aktuellen Form nicht unbedingt zum Verweilen ein. (Foto: Florian Schwab)

Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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