Einen Tag nach der tödlichen Schuss-Attacke an einer Haustür haben im niederbayerischen Dingolfing zwei Trittbrettfahrer erneut einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Angaben der Polizei standen am Dienstagnachmittag zwei Verdächtige mit einem Auto vor dem Tatort und äußerten sich gegenüber einem Angehörigen des Opfers derart, dass es als Drohung verstanden werden konnte. Es folgte eine Großfahndung.
Am Montag hatte eine noch unbekannte Person an dem Wohnhaus geklingelt und einen 43-Jährigen nach dem Öffnen der Tür niedergeschossen. Der Mann starb noch am Tatort. Der Täter konnte mit einem Fahrzeug entkommen.
Nachdem die beiden Verdächtigen vor dem Haus erschienen waren, riefen die Angehörigen erneut die Polizei. „Da ein möglicher Zusammenhang mit der gestrigen Tat nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen mit zahlreichen Streifen sowie einem Polizeihubschrauber in die Wege geleitet“, teilten die Beamten mit.
Nach einer Stunde wurde der Wagen der Gesuchten entdeckt. Die Insassen, ein 18-Jähriger und ein 17 Jahre alter Jugendlicher, wurden dann zunächst in Gewahrsam genommen. Sie gaben an, dass sie ihr Auftreten gegenüber den Angehörigen des Opfers als „lustig“ empfunden hätten.
Um den flüchtigen Tatverdächtigen vom Montag zu finden, hat die Kriminalpolizei Landshut eine Sonderkommission mit rund 30 Beamten und Beamtinnen gegründet. Das Motiv und der genaue Tathergang sind laut der Polizei noch unklar.
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