Ein herausforderndes Wochenende erlebten die Tischtennis-Herren des TSV 1860 Ansbach in der Verbandsoberliga. Zum Auftakt erkämpften sie sich nach 3:5-Rückstand noch ein Remis gegen die DJK Sparta Noris Nürnberg, ehe sie einen Tag später die Überlegenheit des klaren Tabellenführers DJK SpVgg Effeltrich II akzeptieren mussten.
Da Lukas Reindler in der zweiten Mannschaft aktiv war, rückte gegen Sparta Jan Schubert zurück ins Team, der heuer eigentlich pausiert und vor der Partie nur eine Trainingseinheit absolvieren konnte. Im Doppel fügte sich Schubert gleich gut ein und lag mit Dietmar Weger gegen das Spitzenduo der Gäste bis zum 7:4 im dritten Satz häufig vorne, ehe die Gäste aber obenauf waren. Für den sicheren Ausgleich sorgten die beiden Brüder Johannes und Julian Roth mit einem souveränen Erfolg gegen das Duo Hartig/Nagatkin.
Johannes Roth zeigte sich gegen Denis Emter dann weiter gut in Schuss und ließ den im Doppel überragenden Nürnberger mit dynamischem Spiel nie wirklich zur Entfaltung kommen. Am Nebentisch lieferten sich Jan Schubert und Moritz Reichart viele packende Spin-Rallyes, wobei Schubert zu Beginn sehr gut mithalten konnte. Sein junger Kontrahent agierte aber letztlich konstanter und entschied so alle drei Durchgänge für sich. Für die erneute Ansbacher Führung sorgte Julian Roth, der gegen DJK-Ergänzungsspieler Anton Nagatkin zu einem schön herausgespielten Viersatz-Erfolg kam. Weger fand gegen Florian Hartig, einem sehr erfolgreichen und schwer zu spielenden Para-Tischtennis-Akteur, kein Mittel und musste sich gegen das fast fehlerlose Antitop- und Blockspiel klar geschlagen geben.
Nürnberg war nun obenauf und zog im vorderen Paarkreuz auf 5:3 davon. Während sich Schubert gegen Emter die Schulter verriss und ohne Chance war, führte Johannes Roth gegen Reichart dank einer tollen Vorstellung bereits mit 2:1 Sätzen. Sein Kontrahent steigerte sich aber immer weiter und behielt am Ende doch noch verdient die Oberhand. So kam es auf das zweite TSV-Paarkreuz an, das dem Vertrauen auch gerecht wurde. Weger fand gegen Nagatkin wieder zu seinem Spiel und gewann sicher in vier Sätzen. Julian Roth nutzte diese Vorlage und rang den erneut starken Hartig mit einer Glanzleistung noch im fünften Satz nieder, was dem TSV einen verdienten Punkt und damit „Happy End“ bescherte.
Gegen den Tabellenprimus DJK SpVgg Effeltrich II waren die Ansbacher dann in der zweiten Partie des Wochenendes ohne echte Chance. Die zweite Formation der Oberfranken, deren erste Garnitur in den Aufstieg in die 2. Bundesliga im Visier hat, spielte so stark auf, dass dem TSV kein Ehrenpunkt gelang. Johannes und Julian Roth, Dietmar Weger und Max Klingler hielten gegen die Gäste zum Teil gut mit und schafften es bis auf zwei Partien auch stets in den vierten Satz. Am Ende hatten aber stets die Gäste verdient das bessere Ende für sich. Weger zwang Mill in den fünften Satz, musste sich aber knapp mit 9:11 geschlagen geben.
Der TSV Ansbach steht mit 14:14 Zählern weiterhin im oberen Mittelfeld und empfängt am kommenden Samstag (18.30 Uhr) den Tabellendritten DJK Viktoria Wombach, der am Wochenende gegen das überragende Effeltrich ebenfalls ohne Punktgewinn blieb (0:10).
Ansbach – Nürnberg 5:5, Ergebnisse: Schubert/Weger – Reichart/Emter 6:11, 11:7, 7:11, 1:11; Roth/Roth – Hartig/Nagatkin 14:12, 11:6, 11:5; Jo. Roth – Emter 12:10, 11:9, 11:4; Schubert – Reichart 9:11, 9:11, 6:11; Ju. Roth – Nagatkin 11:5, 11:8, 9:11, 11:5; Weger – Hartig 3:11, 9:11, 7:11; Jo. Roth – Reichart 11:6, 3:11, 11:7, 4:11, 4:11; Schubert – Emter 3:11, 3:11, 5:11; Ju. Roth – Hartig 11:9, 4:11, 15:13, 6:11, 11:6; Weger – Nagatkin 11:4, 8:11, 11:8, 11:2.
Ansbach – Effeltrich II 0:10, Ergebnisse: Weger/Klingler – Werner/Rattassep 7:11, 5:11, 5:11; Roth/Roth – Plattner/Mill 6:11, 11:6, 7:11, 12:14; Jo. Roth – Plattner 6:11, 8:11, 12:14; Ju. Roth – Werner 7:11, 2:11, 11:5, 6:11; Weger – Mill 11:4, 6:11, 12:10, 4:11, 9:11; Klingler – Rattassep 11:9, 6:11, 8:11, 10:12; Jo. Roth – Werner 7:11, 8:11, 11:8, 5:11; Ju. Roth – Plattner 8:11, 11:6, 5:11, 4:11; Weger – Rattassep 11:2, 6:11, 14:16, 8:11; Klingler – Mill 14:12, 8:11, 2:11, 8:11.