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Veröffentlicht am 08.09.2026 12:59

Übertragung in Saunen? - Mehr Fälle von „Regenfäule“

Dermatophilose, auch Regenfäule genannt, ist eine seltene, sexuell übertragbare Hautinfektion. (Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn)
Dermatophilose, auch Regenfäule genannt, ist eine seltene, sexuell übertragbare Hautinfektion. (Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn)
Dermatophilose, auch Regenfäule genannt, ist eine seltene, sexuell übertragbare Hautinfektion. (Foto: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn)

„Regenfäule“ - das klingt beim ersten Hören nach einer Pflanzenkrankheit. Dahinter verbirgt sich aber eine bakterielle Hautinfektion, eine Dermatophilose.

Tiermediziner kennen dieses „Regenekzem“ vor allem von Wiederkäuern und Pferden, heißt es vom Robert Koch Institut (RKI). Von Tier zu Mensch werde es nur vereinzelt übertragen, jüngst seien aber einige Fälle bekanntgeworden.

Mehrere Fälle gemeldet

Seit Ende des letzten Jahres hat laut dem RKI ein Berliner Labor mehrere Fälle einer Infektion mit dem Bakterium Dermatophilus congolensis gemeldet. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) berichtet konkret von 17 Fällen in Deutschland bis zum Juni 2026, außerdem von Infektionen in weiteren EU-Ländern.

Betroffen sind hauptsächlich Männer, die Sex mit anderen Männern hatten, häufig offenbar in sogenannten Sex-positiven Saunen. Das RKI hält es daher für möglich, dass sexuelle Kontakte oder auch das gemeinsame Nutzen einer solchen Sauna ursächlich für die Infektion sein könnten.

Juckende Knötchen auf der Haut

Infiziert sich ein Mensch mit dem Bakterium, ist vor allem die Haut im Gesicht und im Genitalbereich betroffen. Möglich sind juckende krustige oder schuppige Hautbeläge, kleine Pusteln und Knötchen. Oft heilt das Ekzem von selbst wieder ab, aber auch Antibiotika hätten bei Erkrankten gut angeschlagen, heißt es vom ECDC.

© dpa-infocom, dpa:260908-930-652006/1


Von dpa
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