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Veröffentlicht am 31.03.2026 11:44

Umfrage: Trinkgeldvorschläge bei Kartenzahlung unerwünscht

Hilfreich oder digitale Wegelagerei? Zwei Drittel der Teilnehmer einer Bitkom-Umfrage gaben an, dass Trinkgeldvorschläge dazu führen, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant. (Foto: Gregor Tholl/dpa/dpa-tmn)
Hilfreich oder digitale Wegelagerei? Zwei Drittel der Teilnehmer einer Bitkom-Umfrage gaben an, dass Trinkgeldvorschläge dazu führen, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant. (Foto: Gregor Tholl/dpa/dpa-tmn)
Hilfreich oder digitale Wegelagerei? Zwei Drittel der Teilnehmer einer Bitkom-Umfrage gaben an, dass Trinkgeldvorschläge dazu führen, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant. (Foto: Gregor Tholl/dpa/dpa-tmn)

Darf es noch ein wenig Trinkgeld sein? An Kartenzahlungsterminals erhält man immer öfter konkrete Trinkgeldvorschläge. Nicht selten geht es dort erst ab zehn Prozent los. Das gefällt längst nicht jedem. Gerade einmal drei von zehn Menschen in Deutschland finden das praktisch, hat eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom ergeben. Heißt auch: sieben von zehn nicht.

Besonders skeptisch gegenüber digitalen Trinkgeldvorschlägen zeigen sich demnach ältere Menschen - unter den über 65-Jährigen fällt die Zustimmung auf rund 22 Prozent ab. Die Gründe: 

  • Rund zwei Drittel der Befragten geben an, dass Trinkgeldvorschläge dazu führen, mehr Trinkgeld zu geben als ursprünglich geplant. 
  • Außerdem mangelt es an Vertrauen, ob das Trinkgeld am Ende auch wirklich vollständig beim Personal ankommt - das glaubt nämlich nur rund jeder Zweite (52 Prozent).

Um dem immer wiederkehrenden Dilemma des Trinkgeldgebens am Zahlungsterminal besser begegnen zu können, rät die Wirtschaftspsychologin Prof. Julia Pitters von der IU Internationale Hochschule, sich schon vor einer Zahlung bewusst zu machen, ob und wie viel Trinkgeld man geben möchte. So ist man weniger überrumpelt, falls am Kartenterminal plötzlich verschiedene Möglichkeiten auftauchen. 

Inneren Kompass geraderücken

Auch der Austausch mit anderen kann dabei helfen, den inneren Kompass zu verschieben. Wer öfter dazu hingerissen ist, mehr zu geben als gewünscht, ist bei der nächsten Zahlung womöglich selbstbewusster, wenn er weiß, dass auch andere mitunter wenig oder kein Trinkgeld geben. 

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt zudem, sich auch zeitlich nicht unter Druck setzen zu lassen - etwa weil hinter einem an der Kasse eine lange Schlange wartet. Wird keine der eigentlich gewünschten Trinkgeldoptionen angezeigt, hilft es, nachzufragen.

Die Umfrage hatte Bitkom Research im Auftrag des Branchenverbands Bitkom durchgeführt. Dabei wurden im Zeitraum vom 23. Februar bis 22. März 2026 mehr als 1.000 Menschen ab 16 Jahren telefonisch befragt.

© dpa-infocom, dpa:260331-930-889623/1


Von dpa
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