Verdi: Drohbrief wegen Warnstreiks - Ermittler suchen Spuren | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 19.02.2026 14:17

Verdi: Drohbrief wegen Warnstreiks - Ermittler suchen Spuren

Die Ermittler untersuchen den Brief nun auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren. (Archivbild) (Foto: Sven Grundmann/NEWS5/dpa)
Die Ermittler untersuchen den Brief nun auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren. (Archivbild) (Foto: Sven Grundmann/NEWS5/dpa)
Die Ermittler untersuchen den Brief nun auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren. (Archivbild) (Foto: Sven Grundmann/NEWS5/dpa)

Nach dem Eingang eines Drohbriefes bei der Gewerkschaft Verdi in Nürnberg mit einem verdächtigen, aber ungefährlichen Pulver nehmen Kriminalspezialisten das Schreiben nun genau unter die Lupe. Es werde nach Fingerabdrücken und DNA-Spuren gesucht, um Hinweise auf den Absender zu bekommen, sagte ein Polizeisprecher. Nach Angaben der Gewerkschaft steht der Brief in Zusammenhang mit den Warnstreiks in den vergangenen Wochen. 

Die Polizei äußerte sich auf Nachfrage aus ermittlungstaktischen Gründen nicht zum Inhalt des Schreibens. Laut dem Verdi-Landesbezirk Bayern stand darin, dass alle Beschäftigten der Gewerkschaft „an Milzbrand sterben“ sollten. Als Begründung wurden demnach die Streiks genannt. 

Angst und Verunsicherung

„Ganz offensichtlich wollen die Täter Angst und Verunsicherung verbreiten“, teilte die Verdi-Landesbezirksleiterin Luise Klemens mit. „Wir verzeichnen in den letzten Monaten eine Zunahme von Drohungen, die sich im Kern dagegen richten, dass die Menschen ihr demokratisches Grundrecht auf Streik wahrnehmen.“

Entwarnung nach mehreren Stunden

Der Drohbrief hatte am Mittwoch für einen größeren Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften am Gewerkschaftshaus am Kornmarkt gesorgt. Später ergaben Analysen, dass die weiße Substanz ungefährlich ist. 

Als der Brief am Mittwochvormittag bei Verdi einging, befanden sich nach Angaben der Stadt elf Menschen auf der Etage. Mindestens drei davon kamen in Kontakt mit dem Pulver. Eine Person musste laut dem Bayerischen Roten Kreuz betreut werden, weil der Vorfall sie psychisch belastete. Die Betroffenen kamen vorsichtshalber vorübergehend in Quarantäne.

© dpa-infocom, dpa:260219-930-708640/1


Von dpa
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