Ein kleines Katzenbaby sitzt mitten auf der Staatsstraße zwischen Uffenheim und Welbhausen. Marie: nicht mehr als eine Hand voll Katze. Und niemand interessiert es – Auto nach Auto umkurvt das Samtpfötchen, erst das x-te Fahrzeug hält an. Das ist nun einige Wochen her. Mittlerweile nahm die Geschichte ein Happy-End.
Die Tierschützerinnen Alexandra Schorr und Simone Dietrich hatten sich seinerzeit um das kleine Kätzlein gekümmert. Zum Aufpäppeln kam es in die Siho-Ranch in den Oberscheinfelder Ortsteil Prühl – zu Simone Dietrich und Horst Büchs. Über so viel Desinteresse seitens der Autofahrer waren sie völlig schockiert. „Was ist nur mit dieser Menschheit los? Oft könnten wir uns nur noch fremdschämen“, hatte Simone Dietrich geschrieben.
Drei Rippen waren gebrochen, die Kleine hatte eine Gehirnerschütterung erlitten, ein Zahn war ausgeschlagen und sie war phasenweise taub und blind. Aber all das hat sich nach der Wohlfühl-Kur bei Dietrich und Büchs erledigt. „Alle Probleme haben sich gelegt.“ Die Sehprobleme waren nur eine Folge der Gehirnerschütterung und auch sonst hat sich Marie prächtig entwickelt.
Eine richtig lebendige Katze ist sie geworden, ein echter „Feger“, wie Simone Dietrich sagt. Marie liebt es heute durchaus, am einen oder anderen Vorhang hinaufzukraxeln. Und wer sich so prächtig entwickelt, der darf vom Aufpäppelhof Siho-Ranch wieder hinaus in die weite Welt. Simone Dietrich hat die kleine Katze mittlerweile vermittelt – nach Berlin. Dort geht es ihr gut und sie genießt ihre sieben Katzenleben in vollen Zügen. Katze gut, alles gut.