Verliert der TTV Neustadt gegen die Haching Baskets, bedeutet das wohl den Abstieg | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 26.03.2026 16:01

Verliert der TTV Neustadt gegen die Haching Baskets, bedeutet das wohl den Abstieg

Werden gegen Haching nichts unversucht lassen: die beiden TTV-Trainer Claus Winkelspecht (links) und Holger Wägner. (Foto: Martin Rügner)
Werden gegen Haching nichts unversucht lassen: die beiden TTV-Trainer Claus Winkelspecht (links) und Holger Wägner. (Foto: Martin Rügner)
Werden gegen Haching nichts unversucht lassen: die beiden TTV-Trainer Claus Winkelspecht (links) und Holger Wägner. (Foto: Martin Rügner)

Bei der SpVgg Ansbach muss zwar das Runde in das Eckige, aber vielleicht können sich die Korbjäger des TTV Onlineprinters Neustadt ja doch etwas von den Fußballern abgucken. Am Freitagabend (20 Uhr, Markgrafenhalle) geht es gegen die Haching Baskets in den Playdowns der 1. Regionalliga wenn nicht um alles, dann doch um ziemlich viel.

Für alle Basketballfreunde, die dem Rasenschachspiel mit 22 Hauptakteuren nicht so zugeneigt sind: Ansbach gelang am Dienstagabend ein ziemlich überraschender 1:0-Sieg gegen die SpVgg Unterhaching, die als Tabellenführer der Regionalliga Bayern nach Mittelfranken gereist war. Als krasser Außenseiter überstanden die Ansbacher alle Angriffsversuche der Hachinger Profikicker und erzielten mit dem ersten Schuss kurz vor Schluss das Siegtor.

Neustadt verlor alle drei Saisonspiele gegen Haching

Die Ausgangssituation für die Neustädter Basketballer vor ihrem Heimspiel ist zumindest vergleichbar. Es geht gegen den anderen großen Hachinger Verein – die SpVgg spaltete sich übrigens 1925 vom TSV Unteraching ab – und die Gäste, die eigentlich in die Profiligen hoch wollen, sind klarer Favorit. Zusätzlicher Druck entsteht dadurch, dass es beim TTV um den Klassenerhalt geht. So schlimm war die Lage bei den Ansbacher Fußballern nicht.

Nach zwei Niederlagen in den beiden Hauptrundenduellen mit Haching verlor Neustadt auch das erste Spiel der best-of-three-Serie der Abstiegsrunde mit 74:86. Geht auch die zweite Partie verloren, hat der südlich von München gelegene Klub den Klassenerhalt sicher und Neustadt muss in der 3. Runde der Playdowns weiterspielen.

Wahrscheinlich zwei Absteiger in der 1. Regionalliga

Da in jener 3. Runde nur noch zwei Mannschaften übrig sein werden und es nach allem Dafürhalten zwei Absteiger aus der 1. in die 2. Regionalliga Südost geben wird, bekommt das Duell zwischen Neustadt und Haching Finalcharakter.

TTV-Trainer Claus Winkelspecht sagt: „Wir spielen jetzt das dritte Jahr gegen den Abstieg. Verlieren macht natürlich keinen Spaß. Die Moral ist aber ungebrochen, so ist mein Eindruck.” Er sagt deshalb auch: „Wir werden trotz unserer Situation noch einmal alles auf dem Platz lassen.”

Bis zu fünf Stammspieler könnten beim TTV ausfallen

Zum Lagebild gehört, dass wohl bis zu fünf Stammspieler ausfallen werden: Zu Marc Fröhlich, Manuel Rockmann (beide privat) und Emmanuel Ngan (Sprungelenk) gesellt sich definitiv auch Adrian Hümmer (Knie) dazu, beim schon in Spiel 1 schwer gehandicappten Nedal Jenniat wird sich zeigen, ob er mitwirken kann.

Angesichts der personellen Lage mache es kaum Sinn, taktische Umstellungen vorzunehmen, um gezielt die Nachteile aus dem Hinspiel auszugleichen, meint Winkelspecht. „Wichtig ist, vor allem defensiv solide Sachen zu machen. Wir müssen schauen, dass wir die Großen von Haching aus dem Spiel halten. Dann schauen wir einfach, was rauskommt.”

Trainer Holger Wägner bringt Expertise vom Fußball mit

Nach einer ganz schwierigen Saison mit nur zwei Siegen in bisher 21 Partien klingt das nach großer Ernüchterung. Winkelspecht betont allerdings, dass der TTV in allen drei Saisonspielen gegen Haching mithalten konnte. Es ist keineswegs auszuschließen, dass das auch im vierten Duell wieder gelingt. Allerdings müsse es seine Mannschaft dann endlich auch mal schaffen, 40 Minuten fast alles richtig zu machen, nicht nur 35.

Und wer weiß, vielleicht hat ja Holger Wägner doch mal genauer hingeschaut, wie die SpVgg Ansbach das gegen Unterhaching gemacht hat. Der Co-Coach von Winkelspecht kann den Ball nicht nur durch den Korb werfen, er ist auch ein langjähriger Fußballer beim TSV Langenfeld. Wenn es um ziemlich viel geht, darf man nichts unversucht lassen.

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