Von der Walnuss bis zum Gewächshaus: Wie Gartenbesitzer gekonnt in den Herbst gehen! | FLZ.de | Stage

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Veröffentlicht am 02.10.2026 18:01

Von der Walnuss bis zum Gewächshaus: Wie Gartenbesitzer gekonnt in den Herbst gehen!

Walnüsse sollte nach dem Sammeln sofort getrocknet werden. (Foto: Pixabay)
Walnüsse sollte nach dem Sammeln sofort getrocknet werden. (Foto: Pixabay)
Walnüsse sollte nach dem Sammeln sofort getrocknet werden. (Foto: Pixabay)

Im Herbst beginnt so langsam auch die Vorbereitung für kältere Tage. So sollten sich Gartenbesitzer etwa um die Ernte und richtige Lagerung von Walnüssen kümmern oder auch das Gewächshaus in Schuss bringen.

Im September und Oktober reifen die Walnüsse heran. Sobald die Nüsse sich aus der äußeren Hülle lösen und von alleine herunterfallen, haben sie den richtigen Reifegrad erreicht. Das regelmäßige Aufsammeln der Nüsse ist wichtig, da sie sonst auf dem feuchten Gras im Herbst schnell schimmeln. Gartenbesitzende können kurz vor der Erntezeit den Rasen unterhalb des Baumes mähen, um die Nüsse auf dem Boden besser zu erkennen.

Personen, denen das Bücken schwerfällt, profitieren von einem Rollsammler, der sich auch für Nüsse eignet. Mit dem Gerät wird über den Rasen gerollt und die Nüsse landen dank der flexiblen Streben des Sammelkorbs in dessen Inneren. Nach dem Sammeln geht es an die Trocknung der Früchte. Es dürfen nur unbeschädigte, einwandfreie Nüsse gelagert und gut getrocknet werden, da etwaige enthaltene Schimmelpilzgifte gesundheitsschädlich wären. Am besten ist es, den Schmutz und die Reste der Außenhaut mit einer Bürste zu entfernen, denn die Nüsse darf man nicht waschen. Andernfalls könnte das Wasser in die Schale dringen.

So genießen Sie Walnüsse auch Monate nach der Ernte

Für die Trocknung werden die Nüsse einlagig und mit etwas Abstand zueinander auf ein Gitter gelegt und häufiger gewendet. Eine andere Variante wäre, die Nüsse mit nur einer Schicht in einem Korb an einem luftigen, trockenen Ort zu platzieren und den Korb des Öfteren durchzurütteln. So wird sichergestellt, dass die Walnüsse rundherum trocknen.

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Entscheidend ist, dass die Trocknung nicht bei Raumtemperaturen über 25 Grad Celsius erfolgt, weil die Nüsse sonst durch die enthaltenen Öle einen ranzigen Geschmack annehmen. Der Heizungskeller oder der Dachboden sind optimal für die Aufbewahrung. Es dauert etwa fünf bis sechs Wochen, bis die Nüsse getrocknet sind. Danach können sie luftig in Stiegen oder Jutesäcken dunkel und trocken gelagert werden.

Vögel im Herbst richtig füttern

Im Herbst, wenn die Menge der Insekten abnimmt, wird das Futter für die Vögel knapp. Doch wer einen Garten besitzt, der kann auch in den kälteren Jahreszeiten einen angenehmen Aufenthaltsort für die Vögel schaffen. Vor allem für die Kinder, die oft nur noch wenig Gelegenheit für Naturbeobachtungen haben, ist das Treiben am Futterhäuschen interessant. Seitens des Naturschutzbundes Deutschland e. V. wird eine Winterfütterung von November bis Ende Februar empfohlen. Futterspender sind besonders geeignet, da bei diesen Vorrichtungen die Vögel das Futter nicht mit ihren Ausscheidungen verschmutzen.

Die Futterstationen müssen so angebracht sein, dass das Futter nicht witterungsbedingt feucht wird. Andernfalls könnte es verderben. Sonnenblumenkerne fressen nahezu alle Vogelarten. Auch Meisenknödel und spezielles Winterfutter eignen sich. Fettreiches Futter, angereichert mit Talg oder Kokosfett, hilft den Vögeln, ihre Körpertemperatur zu halten. Rotkehlchen und Amseln bevorzugen weiches Futter wie zum Beispiel Haferflocken, Obst und Kleie in Bodennähe aus einem Bodenfutterspender. Um keine Ratten durch die Fütterung anzulocken, ist es ratsam, Auffanggefäße unter die Fütterungsstationen zu stellen oder zumindest die Stellen täglich zu reinigen. Ferner benötigen die Vögel auch im Herbst und Winter Wasser.

Damit es nicht gefriert, muss man es regelmäßig wechseln. Im Frühjahr sollte das klassische Wintervogelfutter nicht mehr zum Einsatz kommen. Jungvögel könnten an den Sonnenblumenkernen ersticken. Darüber hinaus ist für sie fettreiches Futter nicht bekömmlich. Stattdessen füttern ihre Eltern sie mit Insekten. Wahlweise können laut NABU durch den Menschen bereitgestellte kleine, fettarme Sämereien von heimischen Wildkräutern oder frisches beziehungsweise aufgetautes Insektenfutter als Vogelfutter dienen.

Das Gewächshaus nicht zu spät reinigen

Die Reinigung des Gewächshauses ist für viele eine unangenehme Aufgabe, die nicht selten häufiger verschoben wird. Dennoch ist sie erforderlich. Schließlich könnten sich sonst aufgrund der höheren Wärme und Luftfeuchtigkeit im Inneren Bakterien, Schädlinge oder Pilze verbreiten und die Pflanzen schädigen. Deshalb sollte wenigstens einmal pro Jahr das Gewächshaus gereinigt werden. Der Herbst ist eine passende Zeit dafür. Vor der Reinigung werden die Pflanzen ausgeräumt und an einem geschützten Ort vorübergehend abgestellt. Sollten manche Pflanzen noch Früchte tragen, kann man diese ernten.

Es ist unwahrscheinlich, dass sie im Laufe des Herbstes noch heranreifen. Ehe die Pflanzen zurück in das Gewächshaus kommen, empfiehlt es sich, sie auf Schädlinge und Krankheiten abzusuchen. Sie werden erst wieder zurück an ihren üblichen Platz geräumt, wenn sie gesund sind. Verblühte und abgestorbene Pflanzenteile sowie einjährige Pflanzen sind zu entsorgen. Auch sollten Gartenbesitzende das Unkraut am Boden des Gewächshauses entfernen. Sie müssen alle Oberflächen und Einbauten, wie beispielsweise die Gitter zum Ranken, außerdem die Werkzeuge und Töpfe säubern und desinfizieren.

Bänder oder Schnüre, die wiederverwendbar sind, lassen sich auskochen. So wird mögliches Ungeziefer entfernt. Um Schlieren an den Fensterscheiben zu vermeiden, gilt es, zuerst die Rahmen und dann das Glas zu putzen. Spröde Gummiisolierungen an den Fensterrahmen werden mithilfe von Glycerin wieder elastischer. Gartenfachleute raten dazu, ein Gewächshaus von außen nach innen und von oben nach unten zu säubern. Nach der Reinigung und Desinfektion sollte das Gewächshaus eine Zeitlang trocknen. Ansonsten bestünde das Risiko, dass einige Pflanzen aufgrund der starken Feuchtigkeit verrotten.

Novalis

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