Mit einem vergleichsweise jungen Team gehen die Freien Wähler Oberer Ehegrund (FWOE) in die Kommunalwahl. Mit Rainer Friedrich macht nur einer der aktuell im Sugenheimer Gremium vertretenen FWOE-Räte weiter. Die Freien Wähler haben sich vor allem vier inhaltliche Punkte auf die Agenda gesetzt.
Die Nominierung der FWOE läuft stets auf mehrere Etappen ab. Zuerst setzen sich die Interessenten der einzelnen in der Gruppierung vertretenen Ortsteile – Ingolstadt, Ezelheim, Krassolzheim, Deutenheim und Krautostheim – einzeln zusammen und stellen für ihr Dorf Kandidatinnen und Kandidaten. Erst zwei Tage vor Weihnachten fand dann die große gemeinsame Sitzung statt, um die gesamte Liste so zu bestätigen, was einstimmig geschehen ist, wie Spitzenkandidat Rainer Friedrich nun im Nachgang gegenüber der Redaktion berichtete.
Über die Gesamtplatzierung müssen sich die Freien Wähler keine allzu großen Gedanken machen, denn zumindest für die ersten Plätze ist die Regelung klar, erklärt Friedrich: Ingolstadt, Ezelheim, Krassolzheim, Deutenheim und Krautostheim lautet die Reihung – „und danach dreht sich die Geschichte um”, sprich: Platz sechs geht wiederum an Krautostheim, Platz sieben an Deutenheim und so weiter. „So ergibt sich bei uns die Reihenfolge.”
Inhaltlich haben sich die Freien Wähler Oberer Ehegrund für vier Schwerpunkt-Themenbereiche Ziele gesteckt. Zum einen wollen sie sich für finanzielle Transparenz einsetzen – Bürgerinnen und Bürger sollen klar informiert werden, „ebenso soll die Haushaltsdisziplin gewahrt und Ausgaben sollen verantwortungsvoll geplant werden”, heißt es in einer Pressemitteilung der FWOE. Außerdem wollen die Freien Wähler das Ehrenamt mit besseren Förderungen und mehr öffentlichen Anerkennungen stärken und weiter erhalten. Vereine sollen unterstützt und wertgeschätzt werden.
Als weiteres Ziel haben sich die oberen Ehegründler den Wege-Erhalt und Wege-Ausbau auf die Agenda gesetzt – „eine sichere und moderne Infrastruktur für Landwirtschaft, Pendler und um die Naherholung zu gewährleisten” soll erhalten beziehungsweise geschaffen werden. Zudem steht für die FWOE fest, neuen Baugrund auch in den Sugenheimer Ortsteilen schaffen zu müssen. „Wir wollen jungen Familien und Einheimischen die Möglichkeit geben, im Heimatdorf zu bleiben”, erklärt Friedrich, „anstatt in die Stadt abzuwandern.”
Die Liste der Freien Wähler Oberer Ehegrund ist gespickt mit neuen Personen – von den amtierenden Rätinnen und Räten strebt nur Rainer Friedrich als Spitzenkandidat eine weitere Amtszeit an. Der frühere FWOE-Bürgermeisterkandidat und amtierende Vize-Bürgermeister Günther Schell steht indes nun als Spitzenkandidat auf der Sugenheimer CSU-Liste zur Wahl. Ansonsten scheint der Generationenwechsel gelungen, einige junge Kandidatinnen und Kandidaten wurden nominiert. Das Durchschnittsalter beträgt 37,4 Jahre.
1. Rainer Friedrich (61 Jahre, selbstständiger Heizungsbaumeister)
2. Stephanie Hassel (36, Handelsfachwirtin)
3. Michaela Düll (36, Hauswirtschafterin)
4. Florian Bätz (35, Anlagenmechaniker Sanitär, Heizung und Klimatechnik)
5. Andreas Biebelriether (38, selbstständiger Installateur- und Heizungsbaumeister)
6. Sebastian Rummel (43, Zimmerer und Landwirt)
7. Simon Müller (26, Landwirt)
8. Dominik Vicedom (39, Betriebswirt)
9. Michael Bibelriether (33, Industriemeister Elektro)
10. Ralph Gleiß (35, Agrarbetriebswirt)
11. Veit Neuser (37, Landmaschinenmechanikermeister)
12. Alexandra Neuser (26, Studentin/Beamtenanwärterin)
13. Marin Urban (45, Maschinenbautechniker)
14. Alexandra Bruder (33, Maschinenbautechnikerin)
Das Alter bezieht sich auf den Wahltag.